Kontrastprogramm: Nach den sehr ruhigen Klängen von Petter Carlsen sind LONG DISTANCE CALLING, Deutschlands Postrock-Hoffnung, eine ganz andere Nummer! Äußerst dynamisch servieren die Münsteraner exquisite musikalische Drogen, und vor der Bühne sind mittlerweile sehr viele (Musik-)Junkies vorhanden, welche diese dankbar in sich aufsaugen. LONG DISTANCE CALLING versetzen dabei sich selbst als auch ihr Publikum in wirklich abgefahrene Rauschzustände. Mal mitreißend spielend und sich dazu sehr bewegungsfreudig agierend, mal ruhig sphärisch schwebend, der zwischen Melancholie und Euphorie pendelnde Trip ist eine wahre Achterbahnfahrt. Mal hypnotisch, wache ich, oder träume ich? Dann wieder aufbrausend, ich bewege mich, meine Nachbarn bewegen sich. Abhängigkeit garantiert! Starker, druckvoller Sound, engagierte und motivierte Band, ein Publikum, das mitzieht. Was will man mehr? Gesang? Geschenkt! Brauchen LONG DISTANCE CALLING nicht. Na, vielleicht eine besser auf die Gruppe abgestimmte Lightshow, bisserl was abgefahrenes fürs Auge. Trotzdem, grandios, was die perfekt aufeinander eingespielte Truppe da bietet. Ob der starken positiven Reaktionen seitens der Fans agieren sämtliche Bandmitglieder mit fettem Grinsen im Gesicht. Leider erlaubt der enge Zeitplan keine lautstark geforderte Zugabe. Schade!
- Autor
- Infos
- Tags
Name:
Markus Endres
Ich bin 36 Jahre alt und höre seit meinem 12. Lebensjahr leidenschaftlich Heavy Metal in all seinen Stilrichtungen.
