Bitte loggen Sie sich ein um einen Kommentar verfassen zu können.

Amazon-Empfehlung
News der Band

03.01.2011

Die Post Hardcore-Band DESERT BENEATH THE PAVEMENT aus Mannheim veröffentlicht eine Online-Single mit 2 Songs aus den Vorproduktionen zum...


Metal.de auf Facebook
Ähnliche Artikel
Live-Review

Bülent Ceylan

Daheim ist es eben immer am schönsten. Im Fall von BÜLENT CEYLAN ist das Mannheim und wenn er...
CD-Review

Transit

Artikel veröffentlicht am 21.02.2013 | 1301 mal gelesen

Die Mannheimer DESERT BENEATH THE PAVEMENT legen mit "Transit" ihr Debütalbum vor. Die sechs Songs sind irgendwo zwischen Postrock und Post Metal zu verorten, aber auch aus Genres wie Sludge oder Postcore wird gelegentlich zitiert. Hinzu kommt – was den Gesang anbelangt – hin und wieder eine dezente Gothic-Schlagseite. Der Sound der Platte tönt warm und ausgewogen und steht den teilweise überlangen Stücken bestens zu Gesicht.

Der Opener "For Futility" baut sich zunächst behutsam auf, nach und nach setzen minimalistische Gitarren und verzerrte Sprach-Samples ein, bevor der Track mit einem melodisch-düsterem Riff zunehmend an Dynamik gewinnt. In der Folge wird der Härtegrad nochmals erhöht, die Vocals im Mittelteil erinnern dann sogar ein wenig an Scott Kelly von NEUROSIS. Mit deren Diskografie scheinen sich die Musiker von DESERT BENEATH THE PAVEMENT generell bestens auszukennen, wie auch im späteren Verlauf einige Passagen vermuten lassen – beispielsweise beim phasenweise sehr brachialen "Do You Feel It When I Google You", das für mich dann auch der stärkste Song der Platte ist.

Als Kontrast zu den beklemmenden, schwermütigen Augenblicken gibt es auf "Transit" aber auch immer wieder kürzere hoffnungsvollere Momente und Verschnaufpausen – wie beispielsweise im ruhigen Mittelteil von "On The Truck Bed" oder dem durigen Instrumentalstück "Shambala". Selbiger Track findet sich dann nochmal in einer weiteren Version auf der Platte, bei welcher der befreundete Sänger Max Feibel mit ins Boot geholt wurde. Das Resultat klingt dann nochmal eine Spur melodischer und ist ein starker Abschluss der Platte.

DESERT BENEATH THE PAVEMENT haben mit "Transit" ein wirklich erstaunlich reifes Debüt abgeliefert, das der Band in der Szene die ein oder andere Tür öffnen sollte. Einziger Kritikpunkt ist für mich der Clean-Gesang, mit dem ich an vielen Stellen nicht so richtig warm werden will. Abgesehen davon ist das alles sehr vielversprechend, was man da aus Mannheim zu hören bekommt.


Kommentare




Noch 1000 Zeichen verfügbar





neuen Code erzeugen
Bitte gib den Bestätigungs-
code ein um den Kommentar
zu bestätigen: