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CD-Review

Black Mass

Artikel veröffentlicht am 19.09.2012 | 930 mal gelesen

Als 2010 bei den Post-Hardcorern THE FALL OF TROY die Lämpchen ausgingen, hat Erak nicht lange gefackelt und mit neuen Mitstreitern die Band JUST LIKE VINYL aus der Taufe gehoben. So schnell die neue Band gefunden wurde, so motiviert scheint die Truppe auch zu sein, schließlich ist "Black Mass" bereits das zweite Album des Quartetts.

Geboten wird ein durchaus ansprechender Mix aus Post Hardcore, Rock und einem nicht zu verachtenden AT THE DRIVE-IN-Einfluss sowie einer Nuance COHEED & CAMBRIA. Nicht die schlechtesten Voraussetzung für ein Album, sogar überhaupt nicht. JUST LIKE VINYL sind dann auch ziemlich gefällig, mal betont eingängig und geradlinig, dann wieder etwas komplexer, immer darauf bedacht, möglichst nicht in Eintönigkeit zu verfallen. Leider aber ist "Black Mass" kein Album voller Hits geworden, sondern sät die Höhepunkte relativ rar und zeigt ansonsten viel achtbare, solide Kost. Sicher gehen Songs wie "Bitches Get Stitches" gut ins Ohr, bleiben aber trotz netter Melodien und einem Mitwipp-Rhythmus nicht allzu lange im Gedächtnis. Das gelingt dann viel besser, wenn JUST LIKE VINYL wie in "Sucks To Be You" mal eben die überschüssige Energie abbauen und in einem kurzen Gewittersturm alle Aggression loswerden oder im direkten anschließenden "Happiness In A Hole" ihre Liebe zu AT THE DRIVE-IN sehr offenkundig betonen. Genau in diesen Momenten wirkt "Black Mass" wie das starke Album, dass es sein könnte. Leider erstreckt sich das eben nicht auf die gesamten gut vierzig Minuten. Zwar sind JUST LIKE VINYL stets darum bemüht, auch mit einem Solo zu punkten oder mit schräg tönenden Gitarrenläufen die Aufmerksamkeit des Hörers zu binden, doch stellenweise wirkt das schlicht zu kopflastig.

Einen Strick daraus drehen möchte ich JUST LIKE VINYL allerdings nicht, denn "Black Mass" gefällt mir durchaus gut, und es hat nebst erwähnten Songs auch wirklich einnehmende Momente zu bieten. Der große Wurf ist dem Quartett allerdings noch nicht gelungen, dazu ist ihr zweites Album etwas zu zerrissen, vielleicht sogar zu gegensätzlich (vertrackt vs. eingängig). Wie dem auch sei, wer auf die angesprochene Mischung bzw. Bands steht, wird hier nicht allzu viel falsch machen, auch weil die Jungs einen wirklich eigenen Stilmix fabriziert haben.


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