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CD-Review

Interregnum Express

Artikel veröffentlicht am 13.08.2009 | 1902 mal gelesen

Wenn man sich einmal ansieht, wer das Debütalbum "Interregnum Express" der Schweizer LAMPS OF DELTA produziert hat, wird schnell klar, in welche Richtung sich die Band bewegt. Guido Lucas nämlich hat hier Hand angelegt, der auch schon für Bands wie BLACKMAIL, SCUMBUCKET oder GENEPOOL tätig war. Und auch die Baseler verwursten Indie mit etwas Post-Hardcore, etwas Psychodelic und gelegentlichen Noise-Ausbrüchen.

Die teils wuchtigen Song strecken dabei ihre Fühler gekonnt in die benachbarten Spielarten aus und schrecken nicht vor Experimenten zurück. So ist der Hauptantrieb zwar kraftvolles Riffing und eine beständig pumpende Rhythmusgruppe, aber öfter macht das massige Gerüst Platz für längere instrumentale Passagen, denen in ihrer Verträumtheit ein ISISartiger Anklang innewohnt. Das baut Spannung und Atmosphäre auf, zieht die Songs aber gelegentlich etwas unnötig in die Länge. Über die druckvolle Instrumentierung breitet sich der markige, an FUGAZI erinnernde Gesang von Sänger Martin aus, der hin und wieder charmant daneben liegt und die Songs weiter vorantreibt. Die Spielfreude der Baseler ist jederzeit spürbar und auch an musikalischer Substanz mangelt es auf "Interregnum Express" nicht.

Allerdings ist das Debüt nicht mehr als ein sehr solides Album einer Band, die weiß wie man verschiedene Einflüsse ordentlich verpackt, nur manchmal eben ein wenig langatmig und ermüdend. Ich bin sicher, dass LAMPS OF DELTA in Zukunft noch eine ordentliche Schippe drauflegen können.


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