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Artikel veröffentlicht am 29.01.2005 | 4133 mal gelesen

Vorsicht!!! Hier ist eine durchtriebene Bande von hinterhältigen Proktologen am Werke!!!

Denn Leaf reißen Creed den Arsch verdammt weit auf … aber nur, um noch besser reinkriechen zu können. Die vier Goldgräber (hüstel) wandeln auf eindeutig ausgelatschten Pfaden, die von wahrer Innovation und Eigenständigkeit so weit entfernt sind wie Globalpolizist Bush von echtem Liberalismus. Dabei hören sie sich sooo verdammt amerikanisch an.

Wer eben auf Creed oder Staind steht, kann den Rundling nämlich völlig bedenkenlos in den Spieler kloppen. Aber halt! Stop! Wollen wir mal nicht unfair werden, nicht wahr.
Auch wenn vorgenannte Bands einen ganz erheblichen Einfluss auf Leaf genommen haben dürften, selbstbeschränkt sich der deutsche Vierer doch nicht ganz so arg.

Während der instrumentale Opener (Songwriter Scholz und Brauwers haben schon einen Kurzfilm Soundtrack abgeliefert) an eine eigentümliche Mischung aus warmen Brian Eno Ambient Sound und Björk Versatzstücken zu „Homogenic“ Zeiten erinnert, haben die Jungs neben besagten Creed Songs auch härtere Würste im Kühlschrank liegen. So knallen „Breakable“, „Thank You“ und „Swimming“ schon wesentlich metallischer aus den Boxen. Allerdings mit einem unverkennbaren Nu Metal Einschlag. Vor allem „Swimming“ bezeugt da gleich sehr „kornige“ Strukturen (hört sich stellenweise so an, als singe ein gewisser Herr Stapp Strophen eines gewissen Herrn Davis). Also beschreiten die Jungens auch auf den heftigeren Exkursen bekanntes und somit sicheres Terrain.

Allerdings kann und darf man ihnen nicht ein gewisses Händchen für sauber produziertes und songwriterisch recht reifes Liedgut absprechen. Zwar bildet das zu lang geratene „81“ eine grausige Ausnahme, denn der Song ist so was von belanglos, dass es nicht nur ewiggestrigen Todesbleijüngern den Eiter aus den Madenlöchern treibt, aber vorgenannte Tracks und beispielsweise „Changin“ hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Den größten Eindruck macht aber Sänger Scholz.
Der ist einfach Klasse! Variabel, ausdrucksstark und charismatisch. So bekommt er die fernen Stabbing Westward Anleihen auch ohne Christopher Halls lamoryantes Timbre hin und stellt eineindeutig DIE Stärke der Band dar.

Doch das dicke Ende kommt eben immer zum Schluss. Ja, WAS ZUM HENKER soll denn bitte der letzte Song vorstellen?!?!? Leaf „covern“ hier den Klassiker „Temple Of Love“ der Gnadenschwestern. Aber wie? So kann man nen Goldie auch verdammt alt aussehen/anhören lassen (vor allem der Ofra Ersatz und der absolut ins Beinkleid gefurzte Chorus bereiten körperliches Unbehagen!!!). Völlig überflüssig und ärgerlich. Hier wäre ne weitere Eigenkomposition angebrachter gewesen.

Summa summarum eine sehr solide Rock Scheibe mit einigen echten Highlights … leider auch mit gar grauslichem Ende. Aber es gibt z.B. die Skip Taste, um sich des Ärgernisses zu erwehren. Dennoch kostet dieses „Sakrileg“ Abzüge in der B – Note.


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