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Artikel veröffentlicht am 21.07.2011 | 3160 mal gelesen

Lento. Langsam. Schwer. Brachial. Mit dieser Band hat das italienische Eigenschaftswort noch ein paar Konnotationen mehr bekommen. Doch was soll man auch anderes von waschechten Römern erwarten, die als Einflüsse Bands wie NEUROSIS, SWANS und GY!BE zitieren? Richtig: schwerste Gitarrenkost, die euch mit Rifflava und Schlagzeugerschütterungen die Trommelfelle gerbt.

Nach "Earthen" präsentiert sich die Band einen ganzen Zacken chaotischer und zerfahrener in ihren Songs, jedoch treiben sie es damit nicht zu weit, dass man als Hörer akustisch dabei entgleist. Gerade so ein Doomcore-Brecher wie "Hymen" wandert direkt in Schädel. Ansonsten frönt man auf "Icon" vornehmlich Sludge mit nicht zu verachtendem Hardcore Anteil, alles instrumental.

Einen heftigen Bruch gibt es dann mit "Throne", der nach einer guten Viertelstunde Gitarrenwalze plötzlich mit purem, düsterem Ambient ankommt. Eine durchdringende Melodie schmückt ein fast schon sakrales Stück, auf das man seine Ohren trotzdem erstmal einstellen muss. Nach fünf sphärischen Minuten kehrt man dann wieder zur Härte zurück, auch wenn das nicht der einzige Ausflug in dieses Klangspektrum war. In den Titelsong schleichen sich vermehrt Drone und Ambient-Elemente ein, bis man nach einer halben Stunde dann beim abschließenden "Admission" landet. Noch reduzierter als "Throne", aber genauso wirkungsvoll. Ob der stilistische Bruch zu heftig ist, und diese zwei Stücke nur als lästige Lückenfüller betrachtet werden, werden die Hörer entscheiden. Fakt ist: Diese Mischung bekommt man z.B. bei OMEGA MASSIF, TEPHRA oder UFOMAMMUT nicht geboten. Hat was.

Gemastert wurde das gute Stück übrigens von keinem Geringeren als dem Fachmann für diese Art Musik: James 'Khanate' Plotkin.


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