The James Cleaver Quintet
"That Was Then, This Is Now"
Post Rock/Metal
Post-Rock, Postcore, Post-Punk
| Art: |
CD |
| Songs: |
13 Songs |
| Dauer: |
50:30 |
| Label: |
Hassle Records |
| Social Media: |
|
That Was Then, This Is Now
Artikel veröffentlicht am 01.02.2012 | 601 mal gelesen
Aus Großbritannien kommt seit jeher eine Menge Punk und inzwischen auch eine ganze Menge Deathcore, Hardocre und weiß der Geier was. Das man davon immer nur eine handvoll Bands im heimischen CD-Schrank braucht, liegt in der Natur der Sache und da wären wir eigentlich schon beim Thema. Denn das THE JAMES CLEAVERER QUINTET ist ein heißer Kandidat darauf, zu dieser handvoll brauchbarer Bands zu gehören. Allein das Cover deutet es schon an, die Briten mögen es bunt und vielseitig. Ihr Debütalbum "That Was Then, This Is Now" ist dann auch genau das geworden. Schubladen? Niemals! Eintönigkeit? Nicht hier! Langeweile? Pah!
Beinahe unbekümmert legt der Fünfer los, mischt ein bisschen Hardcore mit Postpunk, verirrt sich aber auch nicht ungern in ganz andere Genres. Mal stacheln die Jungs zum blutigen Kampf im Pit an, um einen Atemzug später chillige Bar-Musik inklusive Saxophon abzuliefern, wie in "The JC Who", übrigens mein persönlicher Favorit des Albums. Aber auch sonst legen sich THE JAMES CLEAVERER QUINTET leidenschaftlich ins Zeug und bieten neben brachialer Wutanfälle und punkiger Rotzigkeit eine ganze Menge eingängiger Hooklines und Ohrwürmer. Nicht nur bei den Instrumenten übt sich die Band in Vielseitigkeit, auch an den Vocals wird aufgetafelt. Shouts, Gebrüll und klarer Gesang in allerhand verschiedenen Variationen wird geboten und das völlig überzeugend!
Wer auf "That Was Then, This Is Now" einen roten Faden sucht wird ihn trotz des oberflächlichen Chaos finden. Denn trotz aller Spontanität kann das THE JAMES CLEAVERER QUINTET auf ausgereifte Songs setzen, die Freunde abwechslungsreicher und fordernder Mucke begeistern dürfte. Ja, "That Was Then, This Is Now" ist wirklich unterhaltsam. Also, Ohr riskieren, zumindest wenn man mit Punk, Hardcore und viel Abwechslung was anfangen kann und sich nicht zu schnell überfordert fühlt.
Name:
The.Beaver
Autorenwertung:
Home
News
CD Reviews
Show Reviews
Interviews
Bilder
Tour
Blog
The James Cleaver Quintet - That Was Then, This Is Now
Wieder einmal sind es die Engländer, die der Welt die Tatsachen erklären und hämische Fragezeichen aus dem Weg räumen. Aufgehorcht – denn schon der Albumtitel klugscheißt nicht ohne Berechtigung: Wo fängt die Musik an? Chaos, Postcore oder loungiger Salsarock? Kommt doch eh alles aus demselben Verstärker.
„We´ll Hold Onto This Anyway – We Know How.“ Heißen THE JAMES CLEAVER QUINTET ihre Hörer im Cover-Inneren willkommen. Auf dem Silberling selber tut dies das kratzige „Golfing Pros, Bitches and Hoes“, welches in zweieinhalb Minuten Metzelei weder Raum zum Luftholen, noch zum Nachfragen lässt. Die fünf (wer hätte´s gedacht!) Täter aus dem britischen Eastbourne leben im Inneren klar den Punk, können sich aber auf Teufel komm raus nicht mit Scheuklappen oder engstirnigem Songwriting anfreunden.
„That Was Then, This Is Now“ schließt als Gesamtwerk mit der düsteren Vergangenheit der Band ab und buttert mit dem hektischen „Think Or Swim“ oder dem zerbröselndem „Mock The Weak“ mächtig aufs Brötchen. Was in einer Sekunde mosh-reif rockt wie aufgeweckte EVERY TIME I DIE, findet sich im nächsten Moment mit einem exklusiven Cocktail in der Hand an der edlen Hotelbar wieder – so geschehen zum Beispiel im knapp sechsminütigen „Trading Water“. Die vielen (ernstgemeinten) Einwürfe von Jazz über Metal, Rock´N´Roll, oder Bossa Nova bis zum eigentlichen Kern des Quintetts lassen weiter und weiter neue Gimmicks aufblitzen - und nicht jedermann traut sich die 180°-Wende, die das nichtsahnende „The JCWho“ aus dem Regen und in die Traufe reißt.
Bodenständig und sicher brüllt, kreischt und kredenzt Sänger Jacky Udon seine hochkonzentrierten Kollegen durch „Eyes For Ears“ und „Snakes“ in Richtung des kinnladenunfreundlichen Finales „Lower Than A Bastard“, dessen Titel lediglich ein Drittel der Wahrheit verrät. Die Briten schmücken „That Was Then, This Is Now“ mit verschnörkeltem Hardcorepunk, der sich durch persönliche und zugleich kranke Note nicht bloß als solcher abstempeln lässt. „Don´t Just Stare At It, EAT IT!“ wirkt da mit durchgängigem Rückgrat beinahe „normal“, „Eyes For Ears“ kombiniert so ansteckend bloße Power mit unentschiedenem Auf und Ab wie zuletzt LETLIVE. auf „Fake History“. Oftmals taugt eben die klare Unentschlossenheit und wirkt – erstmal überwunden - Wunder. Es muss ja nicht immer alles in Los Angeles passieren.
Trackliste:
01. Golfing Pros, Bitches And Hoes
02. Chicken Shit (For The Soul)
03. Think Or Swim
04. Don´t Just Stare At It, Eat It
05. THe JCWho?
06. Pinks & Blues
07. Trading Water
08. I
09. Eyes For Ears
10. Mock The Weak
11. II (Reprise)
12. Snakes
13. Lower Than A Bastard