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CD-Review

Quickly, Quickly, Quickly

Artikel veröffentlicht am 23.02.2013 | 1489 mal gelesen

“Quickly, Quickly, Quickly” nennt sich das dritte Album der Briten THE TEA CLUB, das erneut mit einer komplexen, abwechslungsreichen und nicht gerade leicht zugänglichen Mischung aus Progressive Rock und Post Rock aufwartet.

Wirklich schnell ist auf diesem Werk jedoch nichts, viele der Parts lassen sich wohl am ehesten als unruhig, nervös und quirlig, höchstens mal etwas hektisch beschreiben, während schon im nächsten Moment sanfte, hier und da elegische, oft jedoch auch hoffnungsvolle, ja fast schon schwärmerische Piano-Kläge vorherrschen und das zarte, gefühlvoll eingesetzte Organ von Sänger Patrick McGohan umschmeicheln. Ja, “Quickly, Quickly, Quickly” ist wahrlich eigen und THE TEA CLUB scheinen sich nach Lust und Laune bei den verschiedensten Stimmungen, Instrumenten und auch Genres zu bedienen, um ihr buntes musikalisches Potpourri zusammenzustellen. Das Album ist mal melancholisch, bedrückend und traurig, mal leichtfüßig und tänzelnd, mal aufregend, dramatisch und nervenaufreibend. Überraschend gut gelingt es den Musikern jedoch, die scheinbar so verschiedenen Passagen des Werks miteinander verschmelzen zu lassen, weiche Übergänge zu schaffen und den Hörer so in eine hypnotisierende Trance zu versetzen.

Strukturen und Zusammenhänge lassen sich nur selten erkennen, der große Plan hinter dem Werk beginnt sich dem Hörer erst nach so einigen Durchläufen langsam zu erschließen. Bis dahin bleibt einem nichts anderes übrig, als sich “Quickly, Quickly, Quickly” hinzugeben, sich von den hier und da aufblitzenden greifbaren Melodien verzaubern und von Fluss des Albums mitreißen zu lassen. Aufregende Strömungen hält dieser ebenso parat wie sachte Momente zum Entspannend und sich Treiben lassen, während spacige Synthesizer, verschiedene Effekte oder schillernde, psychedelische Soundcollagen dafür sorgen, dass es nie langweilig mit dem TEA CLUB wird.

Da ich noch immer nicht das Gefühl habe, “Quickly, Quickly, Quickly” wirklich durchschaut und erfasst zu haben, spare ich mir an dieser Stelle die Bewertung, aber kann bereits jetzt eines versprechen: Wer THE TEA CLUB eine Chance gibt, macht sich auf eine überaus schräge und außergewöhnliche Reise, die niemals langweilig wird, einem aber auch so einiges abverlangt.


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melden Hiawatha (unregistriert) | 02.04.2013 | 12:52 Uhr

Sie sind eigentlich Amerikaner mit Familienname McGowan.