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CD-Review

The Egotiator

Artikel veröffentlicht am 20.02.2013 | 1063 mal gelesen

Ein überaus interessantes, wenn auch nicht unbedingt ganz einfach zu knackendes Werk haben die aus den Niederlanden stammenden 3rd MACHINE anzubieten, kommen Burschen doch mit einer überaus abwechslungsreichen und ungemein vielseitig intonierten Melange daher, die sich mir erst nach mehreren Versuchen erschließen wollte.

Hierzulande zwar noch eher unbekannt, scheint sich die Band in der Heimat bereits einen durchaus guten Namen erspielt zu haben und kann auf ein offenbar treues Gefolge blicken. Insofern wenig verwunderlich, denn das Quintett durfte bereits reichlich Live-Erfahrung sammeln und wusste das Publikum von Größen wie EPICA, AFTER FOREVER, REVAMP oder DAGOBA aufzuwärmen. Hinsichtlich der stilistischen Darbietung sehr wohl ungewöhnlich, da 3rd MACHIINE wohl mit keiner dieser Formationen die Zielgruppe teilen dürften.

Mit vorliegender EP kredenzt man nun die bereits dritten Veröffentlichung und zeigt sich darauf zunächst zum Einstieg überaus sozialkritisch, lässt man sich im eröffnenden Titelsong doch ordentlich über die aktuelle Situation der USA aus. Ähnlich gehaltvoll wie der Inhalt kommt auch die Musik dieser Truppe daher, wobei man "klassischen" Progressive Metal zwar als Basis eruieren kann, dieser aber um jede Menge Experimentelles (vor allem Synthesizer-Sounds und abgedrehtes Riffing) und diverse Djent-Anleihen aufgepeppt wurde.

Durch vereinzelte Zitate orientalisch anmutender Melodien wissen die Niederländer in weiterer Folge dann mitunter auch einen Hauch ORPHANED LAND-Atmosphäre zu versprühen, kontrapunktiert wird die Chose aber häufig von doch ein wenig sperrigen Breaks sowie der durchaus auch zu einer Melo Death-Truppe vom Schlage SOILWORK passenden Stimme von John Ruiter, der jedoch auch unter Beweis stellt, dass er Klargesang ganz gut beherrscht und sich nicht minder facettenreich zeigt.

In Summe also eine überaus variantenreiches Klein-Epos, das zwar phasenweise jede Menge an Konzentration benötigt, aber vor allem was den Gitarren-Sound betrifft in Summe doch mächtig brettert und nicht zuletzt deshalb ein Langeisen mit Spannung erwarten lässt, da es interessant wird zu verfolgen, ob die Kompetenz der Band bereits so ausgereift ist, dass sie auf einem solchen nicht zu sehr stresst oder gar langweilt.


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