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CD-Review

Same Time Next Life

Artikel veröffentlicht am 21.07.2012 | 1411 mal gelesen

Mit ihren letzten beiden Veröffentlichungen haben mir Unsung Records wirklich viel Freude bereitet: Zuerst kam Alexander Dowerk mit seinem Instrumental-Neo Prog-Projekt ZweiTon um die Ecke und zeigte, wie intelligenter Prog Metal abseits von selbstbeweihräuchenden Griffbrett-Wichsereien funktionieren kann, geht's hier nun um den Texaner ADRIAN BENAVIDES, der mit "Same Time, Next Life" einen Geräuschbrocken veröffentlicht, der ebenfalls seinesgleichen sucht.

Der erste offenkundige Unterschied zwischen beiden Alben ist der, dass BENAVIDES nicht auf Gesang verzichtet, sondern das zentrale Thema auf "Same Time Next Life" - den Verlust seiner Tochter, die tot zur Welt kam - auch textlich beleuchtet. Entsprechend schwermütig sind Musik und stimmliche Umsetzung - womit ich schon beim (einzigen echten) Schwachpunkt der sechs Stücke angekommen bin: Gesanglich kann das künstlerische Multitalent BENAVIDES einfach nicht gegen die Soundwände anstinken, die die Verzweiflung und die Trauer des Vaters in ihm einfach besser zeichnen.

Musikalisch bewegt sich BENAVIDES dabei in der Schnittmenge von progressivem Rock und Industrial, die gut 51 Minuten erinnern immer wieder an NINE INCH NAILS, auch wenn der elektronische Anteil stärker Geräusch-orientiert ist als bei Trent Reznor. Das Resultat ist jedenfalls ein zäher Brocken aus steril anmutenden Geräuschkulissen irgendwo zwischen Dark Ambient, Soundtrack und IDM, erdigem und durch die geringe Geschwindigkeit umso wirksamerem Schlagwerk und fiesen Achtsaitern. Klasse! Wenn sich demnächst der Gesang noch stimmiger in das Gesamtbild integrieren ließe - ich wäre noch begeisterter von Unsung Records. Die Atmosphäre auf "Same Time Next Life" ist indes nicht allzu weit von bereits genanntem ZweiTon-Album "Form" entfernt und zeigt wieder einmal geschmackssichere Musikalität fernab vermeintlicher Trends.

PS: Wer sich - wie ich - fragen mag, wo "Reflection I" steckt: Jener Song ist als Bonus auf der CD-Version des Album enthalten - mir stand nur die mp3-Version zur Verfügung.


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