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CD-Review

Symphony Of Souls

Artikel veröffentlicht am 07.02.2012 | 1898 mal gelesen

Die großen Zeiten des Rock sind längst vorbei. Spätestens seitdem Anfang der 90er die Grunge-Welle die Musikwelt überrollte, füllen Rock-Bands eher Jugendclubs als Stadien. Trotzdem haben sich die Ostwestfalen CROW7 genau dieser Musik verschrieben und veröffentlichen mit “Symphony Of Souls“ bereits ihr drittes Album.

Dabei scheint das Quartett ein prominentes Vorbild gehabt zu haben: Die Musik von CRYSTAL BALL hat für den Sound auf diesem Silberling offensichtlich Pate gestanden. Ähnlich wie die Eidgenossen verbindet auch diese Combo in ihrem Werk Einflüsse aus sämtlichen Spielarten des Rock der vergangenen Jahre. Die Basis bilden dabei eingängige Hard Rock-Rhythmen die gemeinsam mit Singalong-Refrains für einen gewissen Wiedererkennungswert sorgen. Das Hauptaugenmerk legen die Deutschen jedoch, genau wie ihre schweizer Vorbilder, auf die Melodien. Mit dieser Art von hoch melodischem Rock haben Bands wie BON JOVI, JOURNEY oder FOREIGNER in den 80ern nicht nur Stadien gefüllt, sondern auch die Charts dominiert. Bei CROW7 kommt zudem noch ein gewisser progressiver Einschlag hinzu, der einem schwachen Abglanz von SAGA und GENESIS gleichkommt. Vor allem die virtuose Gitarrenarbeit von Corbid Eved unterstützt diesen Eindruck.

Gleichzeitig hat er allerdings auch den Gesang übernommen. Diesen trägt er zwar solide vor, aber an sein Talent am Sechssaiter reicht seine Vokalarbeit lange nicht heran. Schade eigentlich, da die Band somit eine Menge Potential verschenkt hat. Da hilft es auch nichts, dass Corbin hin und wieder den ein oder anderen Growl einstreut. Tatsächlich sind diese Momente viel zu selten und dann auch bei der Produktion zu sehr in den Hintergrund gerückt worden, als dass sie der Scheibe das gewisse Etwas verleihen könnten. Sie gleiten vielmehr einfach am Hörer vorbei, der sie so gut wie nicht wahrnimmt.

Das muss er aber eigentlich auch gar nicht. Denn die auf “Symphony Of Souls“ dargebotene Musik reicht völlig aus, um in Sphären zu schweben, in denen man solche Details nicht mehr wahrnimmt. Leider ist der progressive Einschlag  ein wenig zu hoch, so dass die eigentlich vorhandene Eingängigkeit der Songs etwas verloren geht. Zusätzlich würde ein fähiger Sänger, der sich komplett auf die Vocals konzentrieren kann, CROW7 gut tun. Dennoch weist die Karriereprognose für die Band eindeutig nach oben. Wer auf melodischen Rock steht, sollte dieser Scheibe definitiv mal den ein oder anderen Durchgang gönnen.


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