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CD-Review

Monolith

Artikel veröffentlicht am 01.09.2012 | 2459 mal gelesen

Beim ersten Blick auf die Cover- und Booklet-Gestaltung hatte ich noch mit einer hörbaren Retro-Schlagseite gerechnet. Doch Pustekuchen! Die Texas-Progger ETHEREAL ARCHITECT legen mit "Monolith" ein höchst zeitgemäß Stück Musik vor, das von entspannten Seventies-Vibes nichts wissen will, sondern vielmehr erfreulich hart zu rocken versteht. Auch das Balancing zwischen anspruchsvollen und komplexen Instrumental-Kapriolen und eingängigen Melodien ist nahezu perfekt, so dass man die Schwachstellen dieser Scheibe mit der Lupe suchen muss.

Tut man dies, so fällt sicherlich die Produktion ins Ohr, die zwar solide und angenehm warm ausgefallen ist, aber vereinzelte Details verschluckt und eine Spur mehr Dynamik vertragen hätte. Und manchmal bekommt man den Eindruck, dass die Musiker ihre Zügel zu sehr schleifen lassen und sich aus lauter Spielfreude in etwas zu oppulenten Kompositionen verzetteln. Doch seien wir mal ehrlich: Das ist Jammern auf verdammt hohem Niveau.

Über die technischen Fähigkeiten des Quartetts braucht man nicht viele Worte zu verlieren. Denn obwohl sie ihr Spiel stets einer funktionierenden Songstruktur unterordnen, merkt man ihnen die Abgeklärtheit und Versiertheit in jedem Moment deutlich an. Das gilt sowohl für das Rhythmus-Fundament von Bassist Thad Stevens und Drummer Jake Koenig, als auch für die Gitarrenarbeit von Hauptsongschreiber David Glass. Das Aushängeschild von ETHEREAL ARCHITECT ist jedoch Sänger Adam Contreras, der in mittleren Tonlagen von zart bis hart unheimlich ausdrucksstark agiert.

Was aus einem guten Album ein herausragendes macht, sind jedoch die Details. Da werden Backing-Chöre und Keyboard-Tupfer so sparsam und gezielt eingesetzt, dass sie eine maximale Wirkung entfalten und die Aufmerksamkeit des Zuhörers stets in die gewünschte Richtung lenken. Und mit der grandiosen Jimmy-Webb-Komposition "MacArthur Park" beweisen ETHEREAL ARCHITECT sowohl bei der Auswahl als auch der Interpretation der als Bonus-Track mitgelieferten Cover-Version soviel Geschmack, dass mir das doch glatt ein kleines Bonuspünktchen wert ist.


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