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CD-Review

Chasing Time

Artikel veröffentlicht am 31.07.2012 | 1267 mal gelesen

Eine Art Pop-Rock-Prog-Melange liefert uns die spanisch-holländische Formation HARVEST auf ihrem Zweitwerk "Chasing Time". Dabei überzeugt besonders die Tatsache, dass es der Band gelingt, einen modernen, dynamischen, eingängigen Sound rüberzubringen, der zwar eine klar poppige Ausrichtung hat, dabei aber nicht in die Belanglosigkeit abrutscht. Gleich der treibende Opener "Roundabout" geht ins Ohr, ist rockig-melodisch, wobei das Piano und der gelungene Gesang von Monique van der Kolk dem Stück eine atmosphärische Note geben und ab und zu fühlt man sich leicht an (neuere) THE GATHERING erinnert. Die weiblichen Vocals verdienen generell ein besonderes Lob: Moniques Stimme ist klar und sanft, einfach schön anzuhören, aber dennoch kraftvoll genug, um nicht unterzugehen und charakteristisch zu bleiben.

Die Prog-Einflüsse sind bei HARVEST eher dezenter und gehen in Richtung Neoprog, zu hören sind sie aber beispielsweise im letzten, etwas längeren und überzeugenden Track "Stars". Dennoch finden sich immer wieder Brüche und Stimmungswechsel in den Songs, welche aber nicht abrupt, sondern harmonisch und durchdacht wirken. So beginnt "Silent Run" z.B. relativ ruhig und zerbrechlich, wird gegen Ende hin aber härter und atmosphärisch dunkler. Dem entgegen steht beispielsweise das kurze, recht fröhlich tönende "Yesteryear", das auch gut im Radio laufen könnte. Zusätzlich geben sich auf "Chasing Time" Steve Rothery (MARILLION) an der Gitarre (in "In Debris", welches ebenfalls relativ proggig klingt und sehr zu gefallen weiß) und Alan Reed (ex-PALLAS) mit Gastvocals die Ehre, wobei letzterer im Duett mit Monique im sehr ruhigen, balladesk-melancholischen "Time Lapse" gut harmoniert.
Zusammenfassend ist HARVEST mit "Chasing Time" ein frisches, melodisches Album gelungen, welches trotz seiner leichten Zugänglichkeit nicht langweilig wird und mit einer tollen Sängerin sowie interessanten Songs besticht. Fans des sehr verfrickelten, traditionellen Progs werden es vermutlich nicht wirklich ansprechend finden, wohingegen durchaus eine Empfehlung für Hörer moderneren Pop-Rocks mit Prog-Note ausgesprochen werden kann.


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