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CD-Review

The Walkabout - Part III On The Madness Of Crowds

Artikel veröffentlicht am 24.07.2012 | 1300 mal gelesen

Das kanadische Progressive-Rock-Trio HOUSE OF NOT legt mit "The Walkabout Part III – On The Madness Of Crowds" den dritten Teil seiner fünfteiligen Konzeptreihe vor. Im Zentrum der Geschichte steht ein gewisser A. Nexter und dessen Reise durch Zeit, Raum und Welten. Die Komplexität der Storyline, die man auf der Homepage der Band anhand von Tagebucheinträgen des Protagonisten nachvollziehen kann, spiegelt sich dann auch in der rein physischen Erscheinung der Scheibe wider: 19 Tracks und letztendlich über eine Stunde Spielzeit bietet die Platte. Zudem tummeln sich unzählige mehr oder weniger bekannte Gastmusiker auf dem Album.

Um nicht noch mehr Verwirrung zu stiften haben HOUSE OF NOT dem Hörer aber glücklicherweise die Möglichkeit eingeräumt, sich die Songs auch losgelöst vom Konzept zu Gemüte zu führen. Stlistisch geht es eher oldschool zu Werke, Parallelen finden sich zu PINK FLOYD, DIRE STRAITS, JETHRO TULL, GUNS N'ROSES und dem Prog/Hard Rock der 70er Jahre im Allgemeinen.

Nach einem langen Intro folgt das leicht funkige "Running With The Crowd", bei dem Off-Beat-Gitarren auf einen poppig angehauchten Refrain treffen. Sänger Brian Erikson liefert dabei mit Gastsängerin Dee Brown ein nettes Duett ab - der Ersteindruck stimmt positiv. "Fastlane Fraulein" kann diesen Eindruck bestätigen ist dann auch das erste Highlight der Platte, besonders Sängerin Brown weiß hier mit ihrer rauen Röhre zu gefallen. Dazwischen gibt es immer wieder verschiedene ruhigere, atmosphärische Stücke, bei denen Eriksen als Sänger und vor allem die Lyrics im Vordergrund stehen.

So richtig vermag einen "The Walkabout" über die volle Distanz aber trotzdem nicht fesseln. Das liegt nicht unbedingt an der Qualität der einzelnen Songs, sondern eher an der insgesamt fehlenden Abwechslung. Es fällt ziemlich schnell auf, dass die Kanadier immer wieder in die gleichen Schemata verfallen, was das Songwriting und Dramaturgie angeht. Und einige Nummern wie beispielsweise "Key Of G" sind dann doch sehr langatmig geraten. Dennoch dürften die Kanadier mit ihrem Werk bei vielen Fans der guten alten Prog-Rock-Jahre punkten können. Zum ganz großen Wurf reicht es aber vorerst noch nicht.


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