Bitte loggen Sie sich ein um einen Kommentar verfassen zu können.

Amazon-Empfehlung
Reviews der Band
Jerkstore - The Dream Society

Jerkstore

"The Dream Society"
CD-Review, 1373 mal gelesen, 23.05.2009 Wertung 05/10
Jerkstore - Blood On Canvas

Jerkstore

"Blood On Canvas"
CD-Review, 2695 mal gelesen, 27.10.2005 Wertung 07/10

Metal.de auf Facebook
Ähnliche Artikel
einziges Konzert in Europa 2015 news

Volbeat

Volbeat haben angekündigt, 2015 nur ein einziges Konzert in Nordeuropa zu spielen. Dieses geben...
Frontman erlitt Schlaganfall news

Soil

Sänger Ryan McCombs (ehemals DROWNING POOL, jetzt SOIL) hat am Wochenende im Schlaf einen...
CD-Review

The Road Ends

Artikel veröffentlicht am 01.03.2012 | 863 mal gelesen

Obwohl das schwarzweiße Cover-Bild mit der Straße, die sich rasch in düsteren Wolken verliert, wahre Weltuntergangsstimmung verbreitet - nein, GERADE deshalb - weckt sie wohlige Erinnerungen an einen Urlaub im Mai 2010 in mir. Ähnlich trostlos sah es nämlich aus, als ich mit dem Auto geradewegs auf die Aschewolke des Eyjafjallajökull zufuhr, jenes unaussprechlichen isländischen Vulkans, der seinerzeit den Flugverkehr auf der Nordhalbkugel großflächig lahmlegte. Insofern sammeln JERKSTORE bei mir pesönlich bereits einige Pluspunkte, bevor ich auch nur einen einzigen Ton von "The Road Ends" gehört habe.

Dabei weiß auch das Songmaterial zu gefallen. Jedes der vierzehn Stücke beschäftigt sich auf die ein oder andere Weise mit dem Ende der menschlichen Existenz, was dem Album eine leicht morbide Grundstimmung verleiht. Musikalisch entziehen sich die Dänen hingegen der klassischen Schubladisierung. Eigentlich wirken die Stücke viel zu simpel, eingängig und unverschachtelt, um als Prog durchzugehen. Die Verquickung verschiedenster Elemente und die erst bei genauerem Hinhören ohrenfällige Komplexität des Materials lassen jedoch kaum einen anderen Schluss zu. Und auch wenn auf einen genialen Alternative-Groover ("When You Read This") zunächst ein Stück mit echtem Doom-Flair ("Cemetery Blues") und anschließend eine knüppelharte Core-Abfahrt ("Spread My Ashes") folgt, wirkt das ganze dennoch stets wie aus einem Guss.

Eigenständigkeit und Eingängigkeit werden beim Songwriting von JERKSTORE offensichtlich gleichermaßen groß geschrieben. Dennoch haben sich auch einige Durchhänger eingeschlichen. So lässt mich beispielsweise "If I Can't Come Down" ziemlich kalt, obwohl darin durchaus angemessen und von Kitsch und falschem Pathos befreit die Terroranschläge des 11. Septembers 2001 thematisiert werden. Darüber hinaus fällt auch die extrem trockene und meist allzu dumpf wirkende Produktion negativ auf. Trotzdem lohnt es sich, bei diesem bunten Klangcocktail einmal ein Ohr zu riskieren - dann dürfte auch für JERKSTORE das Ende der Straße noch in weiter Ferne liegen.


Kommentare




Noch 1000 Zeichen verfügbar





neuen Code erzeugen
Bitte gib den Bestätigungs-
code ein um den Kommentar
zu bestätigen: