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CD-Review

Permanent Transient

Artikel veröffentlicht am 23.09.2011 | 1430 mal gelesen

LAKE CISCO sind eine junge deutsche Band, deren Debüt "Permanent Transient" sich zwischen Progressive- und Alternative Rock bewegt und dabei äußerst abwechslungs- und variantenreich daherkommt.

So weiß man sowohl ordentlich zu rocken, wie z.B. im energiegeladenen "Body Tracks", auf das kontrastierend das ruhigere, etwas sperrige Zwischenstück "Fragment I: Membrane" folgt; es werden aber durchaus auch leisere Töne angeschlagen, wie im melancholischen "Portrait Of Gala", bei dem gekonnt elektronische Elemente zum Einsatz kommen, die für Atmosphäre sorgen. Der Titeltrack beispielsweise beginnt zurückhaltend mit einer fragilen Gitarrenmelodie und sanftem Gesang, wird im Mittelteil dann rockiger und zum Ende hin wieder minimalistischer mit mehrstimmigen Vocals. Generell ist Florian Sczesnys Gesang sehr variabel, transportiert Stimmungen und wird auch mal in Form von Screams eingesetzt. Diese wirken allerdings nicht immer ganz passend und ab und an etwas kraftlos. Gar nicht kraftlos hingegen ist die gelungene Produktion, die von Markus Reuter (u.a. STICKMEN) übernommen wurde.
Ausbalanciert ist auch die Mischung aus Progressivität und Eingängigkeit; manche Tracks wie "An Answer Too Complex To Question" gehen sofort ins Ohr, andere brauchen mehrere Durchläufe, um zu zünden.

"Permanent Transient" wirkt frisch und stimmig mit vielschichtigen Songs, die immer wieder überraschende Wendungen nehmen. Es überzeugt mit interessanten Songstrukturen, mitreißenden Melodien, Einfallsreichtum und schöner Atmosphäre. Manchmal wird man ein wenig an DREDG oder INCUBUS erinnert, LAKE CISCO bleiben aber eigenständig und präsentieren mit "Permanent Transient" ein ambitioniertes, viele Facetten zeigendes Debüt, das definitiv Lust auf mehr macht.


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