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The God Album

Artikel veröffentlicht am 24.02.2011 | 1236 mal gelesen

Anspruchsvoll. Kompliziert. Zerfahren. Diese drei Begriffe umschreiben das aktuelle Werk von MONSTERWORKS ziemlich genau. Dass die Begriffe nicht unbedingt positiv gemeint sind, hat hier auch seinen Grund. Deshalb komme ich ohne Umschweife direkt zur aktuellen, achten MONSTERWORKS-Scheibe “The God Album”.

Im Großen und Ganzen ist die Musik des Quartetts sehr heavy und gleichzeitig auch progressiv. Die einzelnen Songs bestehen aus vielen Fragmenten, die zu vielen verschiedenen Genres gehören. So stehen beispielsweise Blastbeats neben zweistimmigen Gitarrenläufen wie man sie von verschiedenen Gruppen aus dem traditionellen Heavy Metal-Bereich kennt. Generell bietet „The God Album” viel musikalische Vielfalt und kann von daher ruhig als progressive Musik beschrieben werden. Das Hauptaugenmerk der Band liegt hierbei auf abwechslungsreichen Songstrukturen, die viele Breaks, melodische oder ruhige Parts beinhalten und einem Energielevel, das durchaus im Thrash Metal anzusiedeln ist. Wobei Sänger Jon stimmlich auch zwischen Black Metal-Gekeife, tiefen Death Metal-Growls und hohen melodischen Momenten hin und her pendelt und so ein recht ansehnliches Spektrum vorweisen kann. Musikalisch wird auf “The God Album” also eine Menge geboten. Da passt es auch ins Bild, dass MONSTERWORKS sich für die aktuelle Scheibe ein detailreiches lyrisches Konzept ersonnen haben, das ebenso vielschichtig ist, wie die Musik des Kleeblatts.

Und genau hier liegt irgendwie das Hauptproblem von “The God Album”. Das Konzept verlangt viele unterschiedliche musikalische Stimmungen, was in solchen Fällen nicht immer leicht umzusetzen ist. Im Fall von MONSTERWORKS kann man sagen, dass sich die Jungs dabei eindeutig verzetteln. Die Songs sind musikalisch derart überladen, dass sich nachvollziehbare Songstrukturen nur schwer ausmachen lassen. Das ist echt schade, denn die Band hat eigentlich das Potential eine solche Aufgabe zu meistern. Das hört man der Scheibe an. Ganze Stücke oder einzelne Passagen, die längerfristig im Ohr bleiben, wie das gelungene “(Hymn Of) Fire” oder das ruhigere “Origin” sind hier viel zu selten zu finden. Das schmälert den Höreindruck doch gewaltig. Auch die Stimme von Fronter Jon wird – unabhängig von der Anerkennung seines gesanglichen Spektrums – in den hohen Lagen schnell nervig. Die Mischung aus Schmier (DESTRUCTION) und Jason McMaster (u.a. WATCHTOWER) bringt zwar eine weitere Nuance in den Sound von MONSTERWORKS, stört aber das Gesamtbild erheblich.

Weniger ist manchmal mehr. Selten habe ich ein Album besprochen, auf das dieses Sprichwort besser zutrifft. Das Potential ist zweifellos vorhanden und auch die Ausarbeitung des kompakten Konzepts finde ich sehr gelungen. Schade, dass MONSTERWORKS das textliche Konzept und das musikalische Können (wir sprechen hier aber nicht von Frickeleien oder Endlossoli) über nachvollziehbare Songstrukturen stellen. Deshalb klingt die Platte zwar anspruchsvoll auf der einen, ist auf der anderen Seite aber auch kompliziert und zerfahren.


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