Bitte loggen Sie sich ein um einen Kommentar verfassen zu können.

Amazon-Empfehlung
Metal.de auf Facebook
CD-Review

Lepidoptera II: The Book Of Flight

Artikel veröffentlicht am 05.08.2012 | 2301 mal gelesen

Gut Ding braucht Weile, dürfte sich auch RAK-Mastermind Marc Grassi gedacht haben, der zusammen mit seinen Mitstreitern ganze acht Jahre für die Fertigstellung eines zweiten Albums in Anspruch genommen hat. Doch das Warten hat sich für Fans und solche, die es noch werden wollen, fraglos gelohnt, denn diese Herrschaften haben in der Tat einiges zu bieten.

Selbst "Frischlinge", denen die Band wie auch das 2004er Debüt "Lepidoptera" bislang nicht bekannt sind, werden mit den üppigen Kompositionen des Quartetts glücklich werden, vorausgesetzt man kann sich generell für abwechslungsreichen, vielschichtigen Prog Rock begeistern und bringt Zeit und Muse mit um dieses Konzeptalbum zu genießen. Oder noch besser, man lässt sich darauf ein sich in die Musik hinein zu versetzen und taucht in die opulente Klangwelt ein.

Dominant ist aus musikalischer Sicht das Keyboard von Marc, wobei dieser offenbar ein Anhänger von Rick Wakeman sein dürfte, da mitunter eine gewisse Nähe zu dessen symphonischen Klangkaskaden durchaus erkennbar ist. An YES dagegen erinnert auf dem Zweitling der Schweizer allerdings weniger, viel eher lassen mich mache Passagen an die früheren MARILLION von der Atmosphäre her denken, während so manche komplex arrangierte Passagen wohl auch PORCUPINE TREE gut zu Gesicht gestanden hätten.

Doch trotz hier durchaus angebrachter Vergleichsmöglichkeiten (von GENTLE GIANT über SPOCK’S BEARD und PINK FLOYD und über THE TANGENT bis BEARDFISH) muss man diesen Herrschaften eine sehr eigenständige Note attestieren. Zum einen, weil die Chose trotz der dominierenden Keyboards einen gewissen Härtegrad innehat und dieser das Album zusätzlich aufpeppt, zum anderen aber, weil es RAK gelungen ist mit ihrer eigenwilligen wie anspruchsvollen Geschichte für eine Spannung zu sorgen, der man sich kaum entziehen kann.

Zwar ist es nicht ganz einfach sich ohne den entsprechenden Hintergrund, die Kenntnis von "Teil Eins" voraussetzt, in der Story zurechtzufinden, doch auch das ist mit entsprechender Hingabe zu diesem Werk möglich. Meiner Meinung nach macht gerade diese Tatsache die Angelegenheit noch ein wenig reizvoller. So kann man generell festhalten, dass RAK in ihrem gesamten Tun alles andere als vorhersehbar sind.

Bravissimo! Eine Live-Umsetzung wäre wohl der Hammer, im Idealfall in einem Theater oder dergleichen.


Kommentare




Noch 1000 Zeichen verfügbar





neuen Code erzeugen
Bitte gib den Bestätigungs-
code ein um den Kommentar
zu bestätigen: