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CD-Review

The Resting Place Of Illusion

Artikel veröffentlicht am 29.07.2012 | 1543 mal gelesen

REPLOSION sind eine fünfköpfige Band aus Italien, die dieser Tage mit "The Resting Place Of Illusion" ihr erstes Album veröffentlichen - angesichts der Bandgründung im Jahre 2000 stimmt das schon recht seltsam, das Ganze relativiert sich aber mit der Erkenntnis, dass die Band selbst erst ab 2006 von einem "stabilen Lineup" spricht.

Man könnte vor diesem Hintergrund also auf die Idee kommen, dass in zwölf respektive sechs Jahren musikalischer Arbeit ein rundes Resultat erzielen ließe - das ist "The Resting Place Of Illusion" auch, sowohl im positiven als auch im negativen Sinn.

Zuerst das Positive: Die neun Songs plus Hidden Track bieten technisch sauber gemachten Progressive Metal, der - speziell durch den Synthesizer-Einsatz - häufig den Charme der 1970er Jahre atmet und hin und wieder durch Power Metal-Anleihen gewürzt ist. Ihre Instrumente beherrschen die Herren ohrenscheinlich exzellent, wie jeder Instrumentalist - klassischer Prog Metal halt - in ausgedehnten Solo-Abschnitten unter Beweis stellen darf. Auch Sänger Fil Palmer fügt sich weitgehend gut ein, klingt in Phrasierung und Melodie insgesamt sehr nach James LaBrie - wobei seine Stimme (zum Glück) keinen so hohen Nerv-Faktor aufweist, hier und da aber auch Schwächen in der Intonation offenbart.

Das Negative: Die knappe Stunde ist in dem Sinne rund, dass es einfach so gut wie keine Ecken und Kanten gibt; zu gewöhnlich, zu oft gehört ist der Frickel-Metal. Der polyrhythmische Beginn von "The Fallen Gates" ist da schon eine wohltuende Ausnahme, aber sonst kann ich beim besten Willen nichts an "The Resting Place Of Illusion" entdecken, das dieser Scheibe ein Alleinstellungsmerkmal verleihen könnte. Prog-Komplettisten sollten sicher mal reinhören, denn schlecht ist das Album nun wirklich nicht - aber ein "Wow!" lässt sich eben auch nicht rechtfertigen.


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