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Angels Of Enmity

Artikel veröffentlicht am 08.11.2009 | 1686 mal gelesen

Genau SO müssen Newcomer klingen. Ganz neu im Geschäft sind die fünf Pittsburgher zwar nicht, aber selbst ältere Semester springen leider viel zu oft auf den Trendzug. Die Erfahrungen, die sie bereits in anderen Bands sammeln konnten, sorgen jedenfalls dafür, dass sie mit STORM KING ein ganz vielversprechendes Projekt aus der Taufe gehoben haben. Endlich mal wieder eine Band, die anno 2009 NICHT davon begeistert ist, die lauwarme Suppe zu löffeln, die schon 1000 andere vorher gekostet haben.

Soll heißen: STORM KING stehen nicht einfach für einen x-beliebigen Metalstil in Standardausführung, ganz im Gegenteil: Ihre Debütlangrille vereinigt so ziemlich alles, was man zwischen Stoner Rock und technischem Death Metal finden kann. Ohne große Mühe und mit erstaunlicher Leichtigkeit bolzt sich das Quintett querfeldein in die Gehörgänge des Hörers, wütet hardcoremäßig los, lädt zur blutigen Ernte mit progressiv infiziertem Death Metal, zerballert jeglichen Widerstand mit infernalischen Grindcoreblasts und holt zum Thrash-Rundumschlag aus.

Kein lebensmüder Ritt durchs Stilchaos, sondern eine wirklich harmonische Eintracht der Aggression und technischen Anspruchs - des Metals, denn nur darum geht es den Jungs. Sänger Scott beweist mit seinem gewaltigen Organ nicht nur in den brachialen Songs Standkraft, sondern beherrscht auch die melodischeren Momente, wie z.B. in "Lack Luster". STORM KING machen auf ihrem Album deutlich, dass ihre Metal- und Punkwurzeln sehr tief verankert sind, sie aber auch felsenfest in der Gegenwart stehen. Sie fühlen sich wohl bei den Genreklassikern, aber scheuen keineswegs den Blick auf die Moderne, so wie in "Wallowing", der sich mit Neo-Thrash-Riffs, mitreißenden Melodien und treffenden Gangshouts zum mächtigsten Song des Albums erhebt.

Mit dem abschließenden, überlangen Titelsong am Ende von "Angels Of Enmity" zeigt sich dann auch, dass der Verweis auf Stoner Rock völlig ernstgemeint war: STORM KING gehen damit zurück zu ihren langsameren, Doom-orientierten Anfängen, streuen akustische Gitarren ein und sorgen zunächst für staubig-trockenes Rockflair, direkt aus der Wüste. Im Mittelteil geht es dann wieder richtig zur Sache, quasi wie beim großen Abgang von der Bühne treffen sich noch einmal alle Elemente, die das gesamte Album so stark machen, bevor es dann sehr elegisch, mysteriös bluesrock-like in den Horizont geht...

Wer also nicht die einselfzehntausendste 0815-Kombo hören will, und sich etwas Feines in der Schnittmenge von CARCASS, NAPALM DEATH, LAMB OF GOD und MASTODON vorstellen könnte, der muss hier einfach mal sein Ohr riskieren! Saustarkes Debüt!


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