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CD-Review

When Worlds Collide

Artikel veröffentlicht am 20.06.2012 | 1088 mal gelesen

Fast zehn Jahre mimte Cory Smoot bei den amerikanischen Shock Rockern GWAR den Charakter des Flattus Maximus, bevor er im Jahre 2011 in Minneapolis/Minnesota an einem Herzinfakt verstarb, als GWAR gerade auf Tour waren. Doch bereits im Jahre 2010 hatte der Gitarrist in seinem Studio das Konzeptalbum “Religion Is Fiction” komponiert, auf dem verschiedene Sänger der Richmond Metal-Szene partizipieren sollten. Aus zeitlichen Gründen konnte er diesen Plan jedoch nicht in die Tat umsetzen und nahm kurzerhand selbst die Vocals auf. Diese Hinterlassenschaft des Musikers wird nun unter dem Banner THE CORY SMOOT EXPERIMENT und dem Titel “When Worlds Collide” via Metal Blade Records veröffentlicht. Alle Einnahmen aus dieser Veröffentlichung gehen an Cory Smoots Familie.

Nun ist es bei einer solchen Veröffentlichung aber immer schwierig, sie in einem Review unter den richtigen Gesichtspunkten zu bewerten. Betrachtet man “When Worlds Collide” als Hinterlassenschaft eines wirklich guten Gitarristen und als Möglichkeit, seine Hinterbliebenen zu unterstützen, so ist dieses Album nur zu loben. Dann fokussiert man sich nämlich auf das schwere, brutale Riffing, das schon GWAR “from a splatter-thrash phenomena into a top metal act” (zit. Dave Brockie, a.k.a. Oderus Urungus, Sänger von GWAR) transformierte. Dann hört man vor allem darauf, wie abwechslungsreich Smoot mit seiner Gitarre umgehen konnte und sowohl straighte, mitreißende und eingängige als auch komplexe, experimentelle Riffs komponierte, in den verschiedensten Tempi und kreativsten Rhythmen. Und man hört, wie er diese Riffs zu homogenen Songs verband, die sich durch das Wechselspiel aus Brutalität und progressiven Interludien auszeichnen. Dann muss man den Rest allerdings überhören.

Denn betrachtet man “When Worlds Collide” einmal unabhängig von seiner Geschichte und konzentriert sich ausschließlich auf die Musik, gibt es leider auch einiges zu kritisieren. So wage ich z.B. zu sagen, dass Smoot einfach kein besonders guter Sänger war. Und auch wenn die Vocals mit zahlreichen Effekten zugekleistert wurden, ist das nicht zu überhören und mehr als einmal muss ich mich fragen, ob es nicht cooler gewesen wäre, das Album als Instrumental zu veröffentlichen. Auch gelang es Smoot zwar gut, die einzelnen Elemente zu Titeln zu verschmelzen, das heißt jedoch nicht, dass diese herausragend gut sind. Meiner Meinung nach fehlt es den zwölf Songs nämlich eindeutig an Spannung und Highlights. Ein großer Teil des Albums plätschert eher vor sich hin, ohne dass besonders viel davon hängen bleibt. Man hört einfach deutlich, dass “When Worlds Collide” nie wirklich veröffentlichungsfertig gemacht werden konnte, es scheint der Feinschliff zu fehlen.

Alles in allem ist die Bewertung dieses Albums also extrem abhängig vom Blickwinkel. Wer daran interessiert ist, “When Worlds Collide” zu erwerben, muss für sich entscheiden, wie er gewichtet. Meine Bewertung richtet sich eher nach musikalischen Gesichtspunkten und diese reichen für eine Kaufempfehlung jedenfalls nicht aus.


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