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Banks Of Eden

Artikel veröffentlicht am 05.07.2012 | 1318 mal gelesen

Die schwedischen Blumenkönige melden sich mit einem neuen Album zurück. Auf "Banks Of Eden" erzählen THE FLOWER KINGS eher persönliche Geschichten ihres Vorturners Roine Stolt, der sich seit längerem bereits zum Aushängeschild der Band gemausert hat. Manche ihrer Alben waren sehr, sagen wir mal freundlich "verspielt", manche etwas experimentell, andere wiederum purer Old-School-Prog-Rock oder rockig in sämtlichen Variationen angehaucht. 2012 stehen die Kings ganz eindeutig auf der Prog-Seite, mit Hang zur alten Schule. Überraschungen ausgeschlossen, aber auch ohne Ausfälle.

Gleich zu Beginn überwältigen sie den Hörer mit einem Longtrack, der es in sich hat. Saftige 25 Minuten spielen THE FLOWER KINGS ihre besten Trümpfe aus und präsentieren mit "Numbers" ein Stück, dass sich wunderbar zum laut hören eignet und all das wiedergibt, wofür die Band immer stand. Auch die restlichen vier Stücke, zwischen sechs und acht Minten lang, pendeln sich gut in die Discography ein. "Banks Of Eden", sehr klar und sauber produziert, glänzt insgesamt mit ausgefeilten Dynamiken, einigen tollen Soli, auch gerne mal mit leicht schrägen Parts (wie man es von den Jungs halt kennt) und zwischendurch auch blitzt immer wieder die Prog-Schule der 70er auf. Vielseitig und trotzdem ganz klar THE FLOWER KINGS. Der Gesang ist ebenfalls gewohnt mittelklassig, Besonderheiten außen vor, aber auch nicht übel.

Zwar kann ich nicht behaupten, dass die Schweden hier etwas außerordentliches vollbracht haben, aber ich möchte schon von einem soliden Progressive-Rock-Album sprechen, selbst wenn manche Songs oder einzelne Passagen etwas sehr schmusig klingen. Was mich nach wie vor stark wundert ist, dass THE FLOWER KINGS schon so lange am Start sind, alleine Roine Stolt es auf unheimlich viele Veröffentlichungen und Projekte bringt und diese Band es trotz allem noch nicht geschafft hat, wenigstens einen Szene-Prog-Hit abzuliefern. Es fehlt stes das letzte Bisschen, um ihre Musik erhaben klingen zu lassen. Somit bleibt auch dieses Mal wieder: Gute Scheibe für Prog-Liebhaber, ein Überflieger klingt jedoch anders.

PS: Das Album gibt es auch als limitierte Doppel-CD, die einige Bonustracks enthält. Ich persönlich finde, dass man diesen Stücken anhört, dass sie halt nur ein Zusatz sind, denn die Qualität nimmt mit jedem weiteren Bonustrack ab und gipfelt in einem ziemlich nervenden Abschluss. Liebhaber-Edition.


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