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Tightly Unwound

Artikel veröffentlicht am 30.05.2008 | 2451 mal gelesen Prog Rock ist ein sehr schwieriges Genre. Da gibt es die Gruppe von Leuten, denen man es niemals recht machen kann, da sie ja selber alles besser könnten und überhaupt alles früher besser war, und da gibt es die Gruppe, die sich nicht um das kümmert, was schon mal da war, sondern einfach auf die Musik hört und die Stimmung beurteilt. Über die Bedeutungen des Wortes “progressive“ (= fortschrittlich) wurde zur Genüge gestritten und ehrlich gesagt habe ich bei solch einem wunderschönen Album auch keine Lust auf Streiten.

“Tightly Unwound“ beginnt akustisch, entwickelt sich über gerade wie ungerade Taktarten, schwankt musikalisch zwischen MUSE, PORCUPINE TREE, DREAM THEATER und stellenweise OPETH, trieft ein wenig vor Schmalz und besitzt doch so viel Seele und Melancholie, dass es fast weh tut, wenn dieses Werk nach einer knappen Stunde schon wieder vorbei ist. Dass die Fähigkeiten der fünf Musiker an ihren Instrumenten außer Frage stehen, versteht sich von selbst. Die bittersüße Leichtigkeit der Stücke erinnert an Sommerabende, Herbsttage, Erinnerungen an glückliche Zeiten und besitzen einfach eine grundlegende Ehrlichkeit, da man unweigerlich zurückdenken muss an eigene Erinnerungen und Erlebnisse. Geschickt eingesetzte Halleffekte, die aber niemals überhand nehmen, beweisen die Klasse dieser Ausnahmeband nur noch mehr.

Wenn man das Album konzentriert durchhört, wird man feststellen, dass die Stimme des Sängers anfangs ein wenig unsicher wirkt, sich dann aber entwickelt, fester, variabler wird und alleine einen Großteil der Emotionen erzeugt. Bei einem so professionellen Sänger wie Bruce Soord kann das kein Zufall sein! Schon bald gehört diese stimmliche Variation unzertrennlich zum Album. Hin und wieder prügeln unerhört kranke Töne auf den Hörer ein, der zuvor von zuckersüßen Wattetönen eingelullt wurde und nun in Fieberträumen versinkt – ja, ich weiß, die Metaphern klingen pathetisch, aber das soll so sein, das Album ist es schließlich auch ein wenig.
Anhören, versinken, genießen!
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