Bitte loggen Sie sich ein um einen Kommentar verfassen zu können.

Amazon-Empfehlung
Metal.de auf Facebook
Ähnliche Artikel
Bericht vom Aurora Infernalis Festival 2011 in Arnheim Live-Review

Aurora Infernalis Fest...

Mit dem meiner Meinung nach besten Line-Up, das ich seit langem gesehen habe, wartet in diesem...
CD-Review

Night Vision

Artikel veröffentlicht am 14.10.2012 | 2917 mal gelesen

Bijeima, Teil 2. Nachdem sein erstes Solo-Projekt ALFA OBSCURA mit "Plutonian Shores" bereits gehörig abräumen kann, erblickt zeitgleich das Album "Night Vision" seines zweiten Projektes YUREI (japanisch etwa Gespenst, Geist) das Licht der Welt. Genannter Künstler mit dem an niederländische Fußball-Nationalspieler gemahnenden Pseudonym war bereits bei den Verrückten von VIRUS aktiv - das ist hier tatsächlich relevant, denn wer deren "Carheart" kennt (auf dem war Bijeima nämlich mit von der Partie), wird sich ungefähr vorstellen können, wie "Night Vision" klingt.

Tatsächlich ist "Night Vision" in meinen Ohren als "Carheart"-Nachfolger eine echte und nachvollziehbare Alternative zu "The Black Flux" - obwohl die Alben atmosphärisch kaum unterschiedlicher sein könnten! Genauer setzt "Night Vision" für meine Begriffe den musikalischen und emotionalen Weg von "Carheart" fort, ist dabei aber kompakter, einheitlicher, geradliniger.

Was heißt das jetzt konkret? Die knapp 43 Minuten "Night Vision"s bestehen zum allergrößten Teil aus clean gespielten Gitarren, jazziger, zum Teil vertrackter Rhythmus-Arbeit und gewöhnungsbedürftigem klaren Gesang. Hier und dort gibt es auch schräge Synthesizer ("Insomniac Bug Hunt"), Klavier-Klänge, Kontrabass ("Sleepwalkers In Love" - das könnte in anderer Instrumentierung auch auf einem der letzten VIRUS-Alben stehen!) oder sogar ein Metallophon (Helge Schneider lässt grüßen!). Das Ergebnis ist ein surrealer Horror-Trip, der bei aller vermeintlicher Eingängigkeit die Abgründe schlafloser Unruhe eröffnet und den Hörer unerbittlich hineinzieht.

Auf diese Weise gelingt es Bijeima mit YUREI, einen Kontrapunkt zu ALFA OBSCURA zu setzen, der bei aller Gegensätzlichkeit die künstlerische Vision dieses (Verzeihung!) schrägen Typen nur deutlicher erscheinen lässt. Ganz große Klasse!


Kommentare




Noch 1000 Zeichen verfügbar





neuen Code erzeugen
Bitte gib den Bestätigungs-
code ein um den Kommentar
zu bestätigen: