A Hill To Die Upon - Infinite Titanic Immortal

Review

Lauscht man den frostigen Klängen von A HILL TO DIE UPON, dann öffnet sich im Kopf schnell die Schnublade „nordische Vertreter zackigen Black-Death-Metals“. Aber, falsch gedacht, denn weder haben wir es hier mit traditionellem Black Metal zu tun, noch kommen die vier Musiker aus dem hohen Norden.

Stattdessen machen es sich die allesamt unter 20-jährigen im milden Illinois, USA gemütlich. Ihre Musik erinnert sehr stark an reduzierte, simplifizierte BEHEMOTH oder DIMMU BORGIR. Das Standardriffing der Songs ist stramm und relativ repetitiv geraten, überzeugt aber mit ordentlich Wumms. Selbiges gilt für die klangmäßige Abstimmung, auch hier orientiert man sich stark an Genregrößen, insbesondere was den Gitarrensound angeht. Zwischendrin dreht man mit Solo-Läufen, kleiner Blast-Beat Attacken oder alt gedientem Black Metal Schreddern etwas an der Temposchraube, bleibt aber das gesamte Album über in relativ konstanten Bahnen. So fällt es letztlich schwer aus den 45:53 Minuten umfassenden 11 Songs wirkliche Favoriten auszuwählen, kleinere Durststrecken wie „Season Of The Starved Wolf“ wechseln sie mich etwaigen Höhenflügen, namentlich „Heka Secundus“ oder gut inszenierte „Eclipse Of Serpents“, ab. Richtig an der Kreativader haben A HILL TO DIE UPON damit zwar nicht gezapft, aber sonderlich schlecht machen sie ihre Sache eben auch nicht.

Warum genau die Texte allerdings stark ins Christliche abdriften bleibt mir, bei dieser Musikart wie so oft, ein Rätsel. Lyrisch bewegt man sich allerdings ohnehin auf keinem übermäßigen Niveau, auch wenn Schreihals Adam seine Gekeife authentisch über die Bühne bringt. Echte Szeneverfechter mögen sich daran wahrscheinlich ereifern können, mir ringt das eher ein leichtes Lächeln ab, ohne das es das Hörvergnügen schmälern würde.

Letztlich ist „Infinite Titanic Immortal“ über weite Strecken gutes Album. Es fehlen zwar wirkliche Alleinstellungsmerkmale, aber wer nach BEHEMOTHs „Demigod“ noch nicht genug hat, könnte an A HILL TO DIE UPON durchaus seine Freude finden.

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22.01.2010

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