A Life Divided - The Great Escape

Review

Mittlerweile sind die sympathischen Bayern aus der Electro-Rockformation von A LIFE DIVIDED nicht mehr von gut besuchten Festivals in Deutschland wegzudenken, und ihr neuestes Werk “The Great Escape” belegt einmal mehr, wieso: ausgefeilte Rhythmen, coole Beats, eingängige Melodien gepaart mit leicht mitsingbaren Texten, die zugleich nachdenklich wie partytauglich sind, geben eine gute Mischung ab.

Das Quintett um Jürgen Plangger, der nicht nur bei seinem eigenen Projekt musikalisch tätig ist, beschäftigt sich auf “The Great Escape” mit den verschiedenen Aspekten der Flucht und setzt das auch dementsprechend reflexiv um. Im Interview wurde deutlich, dass das Thema die einzelnen Mitglieder in der Entstehungszeit des Albums sehr beschäftigt hat, weswegen die Lyrics einen großen Interpretationsraum und eine persönliche Note hinterlassen. Egal ob die Flucht eher innerlich und ruhig stattfindet oder laut und schnell, ALD haben hier ein vielfältiges Album produziert, das nicht langweilig wird und sicher auch live ausgesprochen gut funktionieren wird!

Die Musik, die hauptsächlich aus der Feder von Frontmann Jürgen Plangger stammt, ist abwechslungsreich und wiedererkennbar. Mit ihrem vierten Album haben A LIFE DIVIDED sicherlich ihren eigenen, längst gefundenen Stil weiter verfestigt. Man kann mitsingen, mitrocken, mitfühlen – Emotionen sind die Grundlage einer guten Platte, die die Bayern hier definitiv geschaffen haben.

Soundtechnisch knüpft “The Great Escape” an seinen Vorgänger “The Passenger” an, der geneigte Hörer weiß also, was ihn erwartet. Das ist jedoch keinesfalls ein Kritikpunkt, sondern funktioniert ausgesprochen gut. Schon die Erstauskopplung “The Last Dance” ist gewohnt rockig und elektronisch zugleich, soundtechnisch vielleicht schon fast härter als von A LIFE DIVIDED gewohnt. Auch die Erfolge der Single beweisen, dass die fünf Jungs mit ihrem vierten Streich einen guten Erfolgsweg eingeschlagen haben und der Sound nach wie vor gut ankommt.

Besonders gut gelungen ist die Positionierung der ruhigeren Songs auf dem Album, wodurch beinahe eine klassische Dramenkurve erzeugt wird, wobei der letzte Track “If You Want To” besonders vor Stärke – trotz der Ruhe – nur so strotzt. Ein schönes Auf und Ab, welches hier erzeugt wird. Auch Jürgen Planggers Stimme, stets harmonisch, wenn teilweise auch mit Hall versetzt, passt sich an, ist kraftvoll, laut, schreit und kratzt auch mal an den passenden Stellen.

Natürlich sollte man sich A LIFE DIVIDED mitgliederbedingt nicht nur als EISBRECHER- oder LACRIMAS PROFUNDERE-Fan zu Gemüte führen, auch wer es sonst ein wenig härter mag, wird hier sicherlich ein paar glückliche Minuten erleben. Kraftvoll und inhaltlich gewichtig zeigen A LIFE DIVIDED mit ihrem Werk einmal mehr, dass sie sich ganz klar auf dem Weg nach oben befinden und einfach nur wissen, wie man musikalisch gut in Hintern tritt!

13.01.2013

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