Accuser - Who Dominates Who? (Re-Release)

Review

Galerie mit 15 Bildern: H2O auf dem Summer Breeze Open Air 2016

Zeit für ein weiteres Jubiläum. Vor fünfundzwanzig Jahren erblickte das zweite ACCUSER-Album “Who Dominates Who?” das Licht der Welt und zeigte vor allem, dass der Underground in der auslaufenden ersten Thrash-Welle doch einiges zu sagen hatte. Musikalisch keinen Deut schlechter als die großen Einheimischen und sicherlich auch absolut konkurrenzfähig im internationalen Vergleich, war es ACCUSER doch nicht vergönnt in der ersten Liga mit zu spielen. Dabei zeigt gerade die Neueinspielung von “Who Dominates Who?”, dass die Siegener es durchaus verdient gehabt hätten den Durchbruch zu schaffen.

Auch im Jahr 2014 haben die Kompositionen nichts von ihrer Intensität und ihrem Charme verloren. Ein Pluspunkt für Frank Thoms und seine Bande, denn viele Re-Recordings können einfach nicht den Spirit des Originals einfangen. “Who Dominates Who?” ist da anders. Mit viel Liebe zum Detail haben ACCUSER ihren Klassiker neu aufgenommen und sich dabei den Esprit von 1989 erhalten ohne dabei obsolet zu klingen. Ganz im Gegenteil, Songs wie der geniale Opener “Master Of Disaster”, “Elected To Suffer” oder der kultige Titeltrack bestehen den Test-Of-Time ohne Mühe. Hier gibt es sieben Mal deutschen Thrash der Extraklasse auf die Mütze. Die Riffs erreichen beinahe das Niveau der alten Bay-Area-Schule, die Rhythmusgruppe nimmt an den richtigen Stellen das Tempo heraus oder zieht es an. Frank Thoms selbst schafft sich genügend Freiräume, um seine aggressiven Vocals ins rechte Licht zu stellen. Der Aggressionsfaktor ist hier sogar noch höher als bei den Originalaufnahmen, bei denen er sich den Gesang mit dem damaligen Basser Eberhard Weyel teilte. Zudem haben es ACCUSER geschafft, die Spielfreude, die jeden Release seit der Reunion auszeichnete auch mit in die alten Stücke einfließen zu lassen. Von daher ist der Transfer ins Jahr 2014 mehr als gelungen. Der einzige Kritikpunkt, den man auch heute noch anbringen könnte, wäre eine gewisse Gleichförmigkeit in manchen Stücken. Aber das ist Geschmackssache und kann jeder für sich selbst beantworten.

Meiner Meinung nach handelt es sich bei “Who Dominates Who?” um eines der besten deutschen Thrash-Metal-Alben aus der zweiten Reihe, das auch 2014 seine absolute Daseinsberechtigung hat. Vor allem für junge Fans stellt dieser Re-Release eine sinnvolle Anschaffung dar, denn als Bonus zu den Neueinspielungen haben Red Shift Music die Originalversion des Albums in remasterter Form beigelegt. Sollte man sich in den Schrank stellen.

09.09.2014

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