Außerwelt - Transitions

Review

Der erste Streich von AUßERWELT, die EP “Our Lives Out Of Balance” (2014), konnte das Herz unseres damaligen Rezensenten wenig erwärmen. Nach drei Jahren kehren die Münsteraner nun mit einer weiteren EP namens “Transitions” zurück und wagen mit neuem Drummer und Logo einen weiteren Anlauf.

AUßERWELT – Post-Black Metal zwischen Emotion und Technik

Im ersten Moment wirkt die “Transitions”-EP sperrig und abweisend. Nicht ganz unschuldig an diesem Umstand ist sicherlich der sehr distanzierte und kalte Sound der Platte. Zudem kommt hinzu, dass AUßERWELT kaum aufdringliche Hingucker der Marke “Gänsehaut” kredenzen. AUßERWELT fehlt die Emotionalität von HERETOIR und die enorme Technik von DER WEG EINER FREIHEIT. Auf beiden Achsen des Koordinatensystems agiert die Band eher im mittleren Bereich, was zur obigen Einschätzung der schwierigen Zugänglichkeit führt.

Dennoch lassen sich auf “Transitions” Höhepunkte entdecken, welche sich eher dem aufmerksamen Hörer und Freund des Genres enthüllen. Jedes der langen Stücke kann mit Details und Situationen aufwarten, welche die Entwicklung der Band demonstrieren. Vergleicht man “Transitions” mit “Our Lives Out Of Balance”, so wird schnell klar, welchen enormen Weg AUßERWELT seitdem gegangen sind.

Die optische Loslösung von den Klischees des Post-Black Metal ist dabei nur die erste Indikation dieser Veränderung. AUßERWELT präsentieren sich gesetzt, gereift und liefern mit “Transitions” ein richtig gutes und durchdachtes Stück Musik ab. Die Reminiszenzen an berühmte Franzosen sind deutlich in den Hintergrund gerückt, sodass die Band genug Raum für die eigene Entfaltung und Kreativität besitzt.

Summa summarum

Die zweite EP aus dem Hause AUßERWELT verlangt dem Hörer einiges an Zeit und Geduld ab. Wenn die Platte allerdings erstmal auf dem Grund angekommen ist, entfaltet sich das gesamte musikalische Potenzial von “Transitions”. Die Spielzeit ist dabei für eine EP erfreulich lang und wird zudem nicht durch Intros und Zwischenstücke gestreckt. Das nennt man dann wohl “Value for Money”. Nächster Halt Studioalbum?

04.02.2018

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