Axecuter - Metal Is Invincible

Review

Oh ja, das ist es, das mir so lange gefehlt hat. Eine Platte, die den Metal der frühen Achtziger aus jeder Pore atmet. In den Venen der Brasilianer AXECUTER fließt flüssiges Metall und alles was nach 1985 veröffentlicht wurde scheint die Jungs um Sänger/Gitarrist Danmented nicht die Bohne zu interessieren. Diese These unterstützt jedenfalls das just erschienene Debütalbum “Metal Is Invincible”, das tief in den Achtzigern verwurzelt ist.

Es werden alle ‘Leder und Nieten’-Klischees erfüllt, aber die Band scheint sich nicht um eventuelle Kritiken zu scheren. Die Einflüsse der Brasilianer sind markant, stechen teilweise ein wenig zu stark heraus, aber AXECUTER versuchen dennoch ihren eigenen Stil zu finden. Stücke wie der speedige Titeltrack, das famose “No God, No Devil (Worship Metal)”, der epische Longtrack “The Fires Of Krakatoa” oder der schwere Headbanger “Feed The Beast” lassen keinen Zweifel aufkommen, dass die Zielgruppe sich ausschließlich auf das ‘Keep It True’-Publikum beschränkt. Die werden mit “Metal Is Invincible” aber bestens bedient und sollten sich die Scheibe unbedingt in den Schrank stellen. So viel steht schon nach wenigen Takten fest. Danmented spielt messerscharfe Riffs im Stil alter EXCITER, SODOM oder auch SDI und legt dabei mehr Wert auf Atmosphäre, als auf Originalität. Die passende Unterstützung erhält er von seiner Rhythmusgruppe, die sich die Achtziger ebenfalls sehr genau angehört hat und ihren Stil den Riffs perfekt anpasst. Die Songs sind alle sauber gespielt und werden von einer druckvollen Produktion, die logischerweise nicht zu modern klingt, passend in Szene gesetzt. Mit “Heavy Metal To The World” schließt das Album eine gelungene MANILLA ROAD-Coverversion ab, bei der sogar Mark ‘The Shark’ Shelton (MANILLA ROAD-Boss) zu einer Zusammenarbeit überredet werden konnte.

Nachdem der Shark die Platte geadelt hat, dürfte kein Zweifel an “Metal Is Invincible” mehr bestehen und die Zielgruppe sollte die Platte zumindest anchecken. Denn, und das gebe ich gerne zu, nicht jeder Song zündet sofort und AXECUTER haben sicherlich auch noch Luft nach oben, was die eigene Identität angeht. Um ein gelungenes, stimmiges Album handelt es sich bei “Metal Is Invincible” allemal.

16.04.2013

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