Bastard Nation - Promo 2007

Review

BASTARD NATION aus dem schönen Heidelberg beehren uns nach der Veröffentlichung des letzten Demos aus dem Jahr 2006 endlich mit einem Debütalbum. Hätten sie dies machen sollen? Aber sicher dat!

Um mich selbst noch mal zu zitieren: „einen Innovationspreis werden BASTAD NATION wohl nicht gewinnen“. Daran hat sich auch im Jahr 2007 nichts geändert und es scheint, als ob die Jungs auch gar keinen Wert darauf legen. Soviel Sturheit ist eigentlich schon wieder kompromisslos und damit zeigt die Band ihr Selbstvertrauen.

Den Tracks an sich merkt man deutlich an, welche Roots und Faves die Band besitzt. Nämlich die guten, alten 80er, als die Metalwelt noch in Ordnung war?!? Spaß beiseite, die Band nennt u.a. alte METALLICA (welch ein Wunder), JUDAS PRIEST, IRON MAIDEN (hört man ganz deutlich) und ACCEPT als Vorbilder. Und das ist natürlich auch okay so. Doch sollte man nicht vergessen, dass es eben diese Band schon gibt. Braucht man aus diesem Grunde eine Combo, die sich an den alten Helden sehr stark orientiert? An für sich ja eigentlich nicht. Doch im Falle von BASTARD NATION sollte es man sich noch mal überlegen.

Okay, die Produktion ist immer noch nicht ganz spitzenmäßig, besticht aber durch eben diesen Underground-Flair. Man kann sich förmlich vorstellen, wie die Band im Studio steht und schwitzend ihre Mucke auf Tonband prügelt. Immer im Hinterkopf, dass ihre Helden auch mal so angefangen haben.

Die Tracks an sich sind auch gar nicht mal so übel. Die Band weiß genau, wie man hier und da Hooklines setzt, die beim Hörer länger im Hirn festsitzen werden. So z.B. „Point Of No Return“ (MAIDEN Fans werden das ein oder andere Riff bereits kennen), „Devil´s Daughter“ mit coolen Melodien, „Emperors´s Fate“, „Killing Spree“ (klasse Riffs) oder das obligatorische „Bastard Nation“ (geiler Chorus und der Hit der Band).

Sänger Timo Nolden sollte noch ein wenig an seiner Stimme arbeiten, die an manchen Stellen leider ein wenig zurückhaltend erscheint. Etwas mehr Emotion bitte. An für sich haben BASTARD NATION aber einen guten Sänger, der zu der Musik passt. Die Instrumentalfraktion macht einen soliden Job, der durch eine bessere Produktion mehr punkten würde.

Ich kann mir gut vorstellen, dass die Tracks gerade live richtig zünden. Für eine Benotung in den oberen Lagen reicht das Debüt aber leider noch nicht aus. Weiterarbeiten Jungs!

21.07.2007

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