Bloodbath - Bloodbath Over Bloodstock

Review

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2008 gab es mit der CD/DVD „The Wacken Carnage“, der EP „Unblessing The Purity“ und der LP „The Fathomless Mastery“ gleich drei Mal ein Blutbad, seitdem darben BLOODBATH-Fans ob des Mangels frischen Fleisches. Die Schweden beginnen, zumindest was Full Lengths angeht, sich auf einen Veröffentlichungsturnus von vier Jahren einzuschießen, drum gibt es 2011 als Appetithappen die bereits zweite audiovisuelle Auskopplung. Keine schlechte Ausbeute bei bislang lediglich acht gespielten Konzerten.

Doch war das Verkaufsargument für „The Wacken Carnage“ mit der Dokumentation des ersten BLOODBATH Live-Auftritts überhaupt ein offensichtliches, muss man beim wohlklingend betitelten „Bloodbath Over Bloodstock“ schon genauer hinsehen. Der Hauptbestandteil, eben jener achte Gig vom 15.08.2010 auf dem Bloodstock Open Air im englischen Walton-upon-Trent, bietet genau zwei Vorzüge gegenüber der ersten DVD: ein deutlich klareres und druckvolleres Klangbild sowie eine fast zur Hälfte veränderte Setlist. Wie man es für gestandene Einzelmusiker erwarten kann, präsentieren sich BLOODBATH absolut eingespielt, trotz einiger Stockfehler zwischendurch. Humor ist, wenn man trotzdem lacht, Åkerfeldt macht‘s vor. Natürlich fehlen auch seine mal mehr, mal weniger amüsanten aber stets weitgehend sinnbefreiten Ansagen nicht. Doch darüber hinaus bieten die knapp 55 Minuten Spielzeit nicht viel Aufregendes. Für Death Metal BLOODBATHscher Prägung mangelt es vor allem an entsprechender Atmosphäre: das sowieso spärlich in Bild und Ton eingefangene Publikum lässt nicht gerade Wellen von Euphorie aufbranden und wieso erneut ein bei Tageslicht absolvierter Auftritt für die mediale Verwertung gewählt wurde, ist ebenfalls nicht ganz nachvollziehbar. „The Wacken Carnage“ hatte trotz vergleichbarer Lux-Werte weitaus mehr an Stimmung zu bieten – und ganz nebenbei auch die cooleren Bühnenoutfits.

Zumindest was das Beleuchtungs-Manko angeht könnte „Bloodbath Over Bloodstock“ wieder Boden gutmachen. Könnte, weil die fünf hier vertretenen Songs vom spätabendlichen Gig auf dem Party.San Open Air 2008 leider nicht auf der Promo-Copy enthalten sind. Ebenso wenig wie die angekündigten, extensiven Interviews mit der Band. Oder auch jegliche Navigation in Menü-Form. Drum gilt: Selbstversuch macht klug.

28.04.2011

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