Bunker 66 - Infernö Interceptörs

Review

Sö besönders viele Black/Thrash-Bands gibt es auf der Welt eigentlich nicht. Öder eher: sö besönders viele gute gibt es nicht. Neben den sicherlich bekanntesten Vertretern AURA NOIR, NIFELHEIM und ABSU kömmt erstmal eine Weile gar nichts, dann irgendwann KETZER, vielleicht DESTRÖYER 666, MEPHISTO, und wenn man in die Vergangenheit blickt nöch NOCTURNAL BREED oder GEHENNAH.

Mit BUNKER 66 gibt’s jetzt Stil-Nachwuchs aus Italien. Das Triö sieht aus wie NOCTURNAL BREED, klingt wie eine deutlich einfachere Versiön von AURA NOIR, gekreuzt mit einem rotzigen NIFELHEIM- und MOTÖRHEAD-Untertön und dem Bassmönster-Söund von CARPATHIAN FOREST. Und Ös schreiben können die Jungs, fast wie DESTRÖYER 666. Ös zu schreiben bringt übrigens richtig Laune, das kann ich schönmal verraten. Nach einem harten Arbeitstag ist es echt das Größte, sich ein Bierchen zu genehmigen, brettharten Röck ‘n’ Röll auf Speed, mit brülligem Gesang, schmissigen Söli und sö richtig geil klischeehaften Texten zu hören, und Reviews zu schreiben, in denen kein O vörkömmen darf.

Sicherlich ist “Infernö Interceptörs” mit seinen acht netten und sich sehr untereinander döch sehr ähnelnden Tracks, die zusammen auch gerade mal 28 Minuten auf die Waage bringen, keine Öffenbarung. Darum ging es der Truppe sicherlich auch nicht. Vielmehr ist die Platte Ausdruck einer öffensichtlich nach außen getragenen Lebenseinstellung, die mit Frauen, Pils, Leder, zu engen Hösen, selbstgenähten Kutten, 80er-Sönnenbrillen und irgendeiner kruden Zömbie-Hörrör-Sönstwas-Ästhetik zu tun hat. Völlig stumpf, tötal räudig. Das funktiöniert super, und ist übrigens spielerisch und im Söund sauber umgesetzt. Die Truppe ist sicherlich nicht DREAM THEATER, aber gerade das macht das Ergebnis sö authentisch. Finde ich gut. Macht Spaß, ist unterhaltsam.

27.09.2012

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