Chaos Dei - Arising From Chaos

Review

Nach der Auflösung der französischen Black-Metal-Formation HYADNINGAR riefen die beiden ehemaligen Bandmitglieder Turannos und Eurynome unter dem Namen CHAOS DEI ein neues Projekt ins Leben und veröffentlichen nun mit “Arising From Chaos” ihr Debüt. Das israelische Untergrundlabel Total Rust Music, das eigentlich auf Doom Metal und Sludge spezialisiert ist, bewies bereits mit HYADNINGAR einen guten Riecher und ließ es sich scheinbar auch nicht nehmen, CHAOS DEIs Erstwerk zu veröffentlichen.

Ein guter Griff, wie sich schon nach den ersten zwei, drei Liedern zeigt. CHAOS DEI spielen räudigen Black Metal mit technischem Einschlag, der etwas an die Musik der Landsmänner DEATHSPELL OMEGA erinnert, jedoch weniger verkopft klingt und stattdessen Nuancen integriert, die von DARKTHRONEs “Under A Funeral Moon” stammen könnten. Neben pfeilschnellen, erbarmungslosen Black-Metal-Riffs gibt es auch den einen oder anderen Doom-Metal- Akzent sowie interessante, fast schon melodische Melodieführungen zu bestaunen. “Arising From Chaos” ist ein ziemlich eigenwilliges Album, das jedoch zu keinem Zeitpunkt die Authenzität vermissen lässt. Dazu trägt auch eine altmodische Produktion bei, die zwar durch und durch nach alter Schule klingt, jedoch dem Bass Freiraum zum Atmen gibt und das Schlagzeug etwas liebevoller in das Klangbild einbezieht. So klingen Songs wie das tobende “Saint Dawn” oder das eher schleppende, verschachteltere “Raped Goddess” mit seinen geqälten Melodiebögen einerseits ursprünglich und kompromisslos, bauen andererseits aber auch emotionale Spannungen auf, die gewaltig unter die Haut gehen. Gerade die letzten drei Minuten von “Raped Goddess” lassen einen tief berührt zurück.

Unter dem unscheinbaren Titel “Arising From Chaos” verbirgt sich also ein Album, dass ich jedem Freund von unverfälschtem, klug arrangiertem und stilistisch vielseitigem Black Metal ans Herz legen möchte. Es handelt sich hier um ein wirklich ungewöhnliches, charaktervolles Album und ich hoffe, dass es sich hier um einen Auftakt handelt, dem weitere ähnlich starke oder gar stärkere Werke folgen.

11.02.2012

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