Craving - By The Storm

Review

Etwas verspätet kommt am 16. Dezember mit “By The Storm” das nunmehr dritte Album der Oldenburger CRAVING auf den Markt. Geplant war eigentlich der 25.11., doch wegen einer Verzögerung bei der Produktion musste man sich etwas länger gedulden. Dafür soll die Scheibe dann nicht nur in der schnöden Jewelcase-Version zu haben sein, sondern auch gleich als Digipak und als Boxset, das mit Bonustracks, einer Autogrammkarte, einem Patch, einem Plektrum und einem Echtheitszertifikat daherkommt. Ob sich so ein Aufhebens um das neue Album lohnt?

Vorab konnte man bereits seit Februar dieses Jahres einen Vorgeschmack auf das neue Album auf YouTube erhaschen. Mit dem offiziellen Video zum Song “Wielder Of Storms” schlugen CRAVING schon reichlich die Werbetrommel. Nach mehrmaligem Durchhören des fertigen Produkts lässt sich nun auch sagen: Der Song ist auf jeden Fall repräsentativ, er ist aber auch die wohl beste Nummer auf der Scheibe. Die meisten anderen Stücke folgen mehr oder weniger dem Schema F, das “Wielder Of Storms” bereits vorlegt. Eine erfrischende Abwechslung stellen hingegen “Penelopes Prayer”, “Eyes Of Winter” und “Wenn der Wind sich dreht” dar, die durch etwas vielfältigere Melodien herausstechen.

CRAVING haben durchaus ein Erfolgsrezept, nämlich die Verbindung verschiedener Genres, die ein ähnliches Publikum ansprechen und in ihrer Kombination dann den meisten Fans von Melodic Death, Black, Epic, Pagan und Folk Metal gleichermaßen gefallen dürften. Ihre Songs wirken dabei nicht zusammengewürfelt, sondern bilden eine recht organische Melange der verschiedenen Richtungen. Allerdings erfindet die Band damit das Rad auch nicht neu, denn die einzelnen Genres liegen seit jeher recht nahe beieinander und wurden bereits von vielen Bands miteinander verbunden. Das Ergebnis, das CRAVING mit “By The Storm” vorlegen, kann sich dennoch sehen lassen und könnte Anhängern von Bands wie EQUILIBRIUM, ARKONA, ALESTORM und ORDEN OGAN gefallen. Besonders positiv fällt auf, dass die folkigen Elemente gitarrenbasiert sind und nicht wie bei vielen anderen Bands aus Gedudel bestehen.

Ein besonderes Schmankerl gibt es für all diejenigen, die sich die Digipak-Version leisten. Einer der Bonustracks ist ein “Game of Thrones” Theme Song Cover, das auf klassische Elemente verzichtet und dem eigentlichen Instrumentalstück einen Text verpasst. Auch wenn “By The Storm” teilweise Gefahr läuft, in den 08/15-Bereich abzurutschen, so hinterlässt es doch einen soliden Gesamteindruck und kann vor allem den Fans der genannten Genres guten Gewissens empfohlen werden.

08.12.2016

headbanging herbivore with a camera

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