Criminal - Akelarre

Review

Mit ihrem letzten Album “White Hell” hat mich die chilenisch-deutsche Allianz doch zugegebenermaßen sehr positiv überrascht. Die Mischung aus Thrash und Death-Metal-Einsprengseln hat seine ganz eigene Wirkung entfaltet und sich nebenbei noch zwischen die Stühle des Neo- und Old-School-Thrash gesetzt. Mit Attributen, die weder zu sehr nach alter Schule klangen, noch auf Teufel-komm-raus an moderne Sounds anbiedernd, konnte mich “White Hell” sofort überzeugen. Mit “Akelarre” setzen CRIMINAL den auf dem Vorgänger eingeschlagenen Weg nun konsequent fort.

Die Death-Metal-Elemente sind noch ein Stück weit mehr in den Vordergrund gerückt und ergeben zusammen mit der Thrash-Basis einen wirkungsvollen Cocktail, der schon nach nur wenigen Sekunden des Openers “Orders From Chaos” zu heftigen Zuckungen im Bereich der Nackenmuskulatur sorgt. Die Riffs sitzen perfekt und die Drums hämmern gnadenlos auf den Hörer ein. Neben den früheren Einflüssen wie etwa EXODUS oder KREATOR und ein wenig AT THE GATES, rücken auf der neuen Scheibe verstärkt auch Reminiszenzen an alte SEPULTURA in den Fokus, was CRIMINAL durchaus gut zu Gesicht steht. Trotz der teilweise recht offensichtlichen Einflüsse kochen die Deutsch-Chilenen ihr ganz eigenes Süppchen, das aber auch noch ein Stück weit ausgefeilter als der Vorgänger daher kommt. Die sonst den Sound bestimmenden Hochgeschwindigkeitsabrissbirnen werden auf “Akelarre” – kommt aus dem Baskischen und kann ungefähr mit Hexensabbat übersetzt werden – von immer wieder auftretenden, brutalen Mid-Tempo-Passagen flankiert, die die Musik von CRIMINAL dadurch um einiges brachialer als auf dem Vorgänger erscheinen lässt. Verbessert zeigt sich auch das Songwriting an sich. Die neuen Stücke sind alle noch mit etwas mehr Liebe zum Detail arrangiert worden und besitzen alle durch zahlreiche Spannungsbögen eine enorm hohe Abwechslung.

Songs wie “Resistance Is Futile”, “The Ghost Summond”, “Vows Of Silence” oder das extrem giftige “State Of Siege” dürften jeden Thrasher und/oder Leibhaber des extremen Metal zufrieden stellen. Die Hitdichte ist groß auf “Akelarre” und die Band präsentiert sich sehr tight, was den Hörgenuss zusätzlich steigert. CRIMINAL haben sich mit dem neuen Album gegenüber „White Hell“ noch ein wenig gesteigert, ohne dabei ihre typischen Trademarks zu vernachlässigen. Thrasher können mit “Akelarre” definitiv nichts falsch machen.

05.08.2011

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