Crystal Viper - The Curse Of Crystal Viper

Review

Zwar ist das Debüt “The Curse Of The Crystal Viper” der polnischen True-Metaller CRYSTAL VIPER erst 2007 erschienen, doch war an das gute Teil in den letzten Jahren schwer heran zu kommen. Gleiches gilt auch für den Nachfolger “Metal Nation”. Im Fahrwasser des erfolgreichen aktuellen Albums “Crimen Expecta” ist es nicht nur logisch, sondern auf löblich, dass AFM Records nun die ersten beiden Scheiben wieder auflegen. Ob die beiden Platten remastert wurden, weiß ich nicht, gehe ich aber einmal von aus. Dafür wurden den Wiederveröffentlichungen aber viele Bonustracks beigefügt, weshalb man jetzt schon von einem gelungenen Re-Release sprechen kann.

Über die Musik von CRYSTAL VIPER muss man nicht mehr viele Worte verlieren. Sie haben schon auf ihrem Debüt dem traditionellen Metal gefrönt. Retrospektiv betrachtet ist das Debüt der Polen um Frontfrau Marta Gabriel doch wesentlich stärker, als das viele Leute damals bewertet haben. Songs wie der Opener “Night Prowler”, das wunderbare “Shadows On The Horizon”, der Bandklassiker “The Last Axeman” oder “I Am Leather Witch” strotzen vor Energie und bringen die Stärken der Band schon sehr früh in ihrer Karriere auf den Punkt. Die Songs kommen mal schnell, mal mit gedrosselter Geschwindigkeit aus den Boxen und können auch ihre Einflüsse nicht verleugnen. Die heißen vor allem RUNNING WILD, MANOWAR (alte selbstverständlich), HELLOWEEN oder IRON MAIDEN, werden von den Polen aber nicht simpel abgekupfert, sondern mit eigenen Ideen vermischt, so dass man schon auf dem Debüt den eigenen Stil der Band erkennen kann. Hinzu kommen Frontfrau Martas charismatisch rauer Gesang und gelungenes Songwriting, das keine Ausfälle präsentiert. Die Produktion könnte etwas härter sein, rückt die Musik von CRYSTAL VIPER aber ins passende Licht.

Aufgewertet wird das Album durch die fünf Bonustracks, die sich auf “The Curse Of The Crystal Viper” befinden. Allen voran die extrem starke Coverversion des MANILLA ROAD-Klassikers “Flaming Metal System”, die perfekt in den Kontext der Polen passt und auch schon diverse Male zu Live-Ehren gekommen ist. Auch die 2008er Ausgaben der Debütsongs “Demon’s Dagger” und “Sleeping Swords” können sich hören lassen. Auf die polnische Version von “The Last Axeman” hätte ich verzichten können, aber der Vollständigkeit halber passt der Track hier trotzdem gut rein. Einzig die WARLOCK-Covernummer “Mr. Gold” (B-Seite der “The Wolf And The Witch” Single) will mir nicht so recht gefallen. Liegt vielleicht daran, dass mir das Original schon nicht so zusagt.

Wie man vernehmen kann, wurden beiden Re-Releases zudem neue Booklets spendiert, so dass man tatsächlich von einer wertigen Wiederveröffentlichung sprechen kann. Fans der jüngeren Alben, die die ersten Werke von CRYSTAL VIPER nicht kennen, können hier absolut blind zugreifen. Eigentlich gehört die Band aber in jede anständige Sammlung.

 

 

01.08.2012

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