Destruction - D.E.V.O.L.U.T.I.O.N.

Review

Galerie mit 16 Bildern: Destruction - Rock am Härtsfeldsee 2016

Es ist doch schön mit an zu hören, wenn sich alte Lieblinge nach einem Tief wieder fangen und mit einem starken Album zurückkommen. Nach dem eher mauen ”Metal Discharge“ ließ “Inventor Of Evil“ schon wieder Hoffnungen aufkeimen und nun ist es endlich wieder so weit. DESTRUCTION haben mit ”D.E.V.O.L.U.T.I.O.N.“ den offiziellen ”The Antichrist“-Nachfolger abgeliefert!

Oder so ähnlich. Jedenfalls ist die neue Scheibe seit der Wiedervereinigung die stärkste nach “The Antichrist“. DESTRUCTION haben alles richtig gemacht. Sie gehen phasenweise zurück zu ihren Wurzeln, nehmen das Tempo hier und da aus den Songs und verlieren sich so nicht in sperrigen Prügeleien. Gleichzeitig haben sie viel Aufmerksamkeit auf die Melodien verwandt und trotzdem das progressivste Album seit ”Release From Agony“ herausgebracht.

Geht nicht? Doch. Songs wie “Last Desperate Scream“ oder “Vicious Circle – Seven Deadly Sins“ stinken nur so nach Old-School, bleiben im Ohr hängen, werden aber trotzdem nicht langweilig. Das liegt zum einen an dem nach wie vor absolut eigenständig tönenden Gitarrenspiel von Mike und zum anderen daran, dass DESTRUCTION zwar nicht 34 Riffs pro Song produzieren, aber dennoch Wert auf Abwechslung legen, welche sich durch die ständig variierenden Rhythmus- und Tempowechsel auszeichnet. “Urge (The Greed Of Gain)“ ist zum Beispiel so ein Song, der alle Trademarks enthält, die die Band schon seit 25 Jahren auszeichnet. Sehr aggressiv, mal schnell, mal gezügelter und im Refrain mit einem, für DESTRUCTION-Verhältnisse eher untypischen, melodischen Riff unterlegt. Hier und da findet man auch einige klassische Heavy-Metal-Elemente in den Stücken, die den Sound um eine Nuance erweitern, aber zu keiner Sekunde zu Lasten der Aggression und der Brutalität der Scheibe gehen. Wenn man sich zudem noch leisten kann einen der besten Songs der Scheibe (“No One Shall Survive“) ans Ende zu stellen, dürfte eigentlich klar sein, dass es sich bei „D.E.V.O.L.U.T.I.O.N.“ um einen Volltreffer handelt.

Auch bei der Produktion haben DESTRUCTION alles richtig gemacht und fahren auf “D.E.V.O.L.U.T.I.O.N.“ einen extrem fetten, brutalen Sound. Fans greifen die Scheibe eh ab und alle Thrasher sollten dies ebenfalls tun, denn die neue DESTRUCTION bietet die metallische Vollbedienung, nach der es dem Thrasher verlangt.

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30.08.2008

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2 Kommentare zu Destruction - D.E.V.O.L.U.T.I.O.N.

  1. Anonymous sagt:

    Volltreffer trifft es eigentlich sehr gut!

    Die Band hat sich Mühe gegeben, vorallem mit Artwork, Texten und Zusammenhang.
    Die Produktion gefällt mir auch super, da sie sich von den (mir zu) klinischen Produktionen der letzten 2 Alben entfernt, was ich nur positiv bewerten kann.
    Die Songs an sich sind sehr um Abwechslung bemüht und das schaffen sie auch gut.
    Man muss erst einige Details raushören, was die Platte nicht langweilig werden lässt.

    Mir gefällt’s!

    10/10
  2. Jörg sagt:

    Diese CD braucht ein paar Durchläufe bis sie zündet. Auf DEVOLUTION wurde das Tempo zum Teil stark gedrosselt & vermehrt auf eine düstere Atmosphäre gesetzt.
    Die Produktion klingt schön warm & wartet mit einem ordentlichen Drumsound auf (die Drums auf “Inventor Of Evil” klangen echt mies).

    9/10