Devastating Enemy - Pictures & Delusions

Review

Melodischer Death Metal skandinavischer Prägung aus Österreich? Geht sowas? Ja, denn DEVASTATING ENEMY beweisen es dieser Tage wieder aufs Neue mit ihrem zweiten Werk “Pictures & Delusions“. Bereits der Vorgänger “The Fallen Prophet“ konnte 2010 erstmals aufzeigen, dass es diese Band durchaus ernst meint und nun steht also das besagte zweite Album bereit. Natürlich drängt sich sofort die Frage auf, was sich eigentlich in der doch recht kurzen Zeit von 18 Monaten seit dem Debüt geändert hat.

Und diese Frage ist recht schnell zu beantworten: Im Grunde hat sich nichts gravierendes bei unseren Landesnachbarn getan. DEVASTATING ENEMY wirken zwar erwachsener, durchdachter und auch an viele Ecken eingängiger, aber die Einflüsse der Jungs sind nach wie vor bestens zu erkennen. Ganz besonders SOILWORK müssen immer wieder für Vergleiche herhalten, auch wenn DEVASTATING ENEMY ihre Sache trotz mangelnder Eigenständigkeit durchaus gut machen. Melodie, Härte, Eingängigkeit und technische Finese werden gekonnt miteinander verwoben, so dass sich aus “Pictures & Delusions“ eine durchaus interessante Platte ergibt. Gerade das extrem starke Anfangstrio aus den Stücken “At The Edge“, “I Conspire With Life“ und “Confuse The Light“ wissen wirklich zu begeistern und schaffen es auch ohne großartige musikalische Innovationen zu gefallen. Aber Experimente haben DEVASTATING ENEMY auch garnicht nötig, haben sie doch genau im Schreiben von knackigem, prägnantem Songmaterial ihre Stärken. Auch im weiteren Verlauf fällt das Langeisen qualitativ nicht ab und Lückenfüller sucht man auf “Pictures & Delusions“ vergebens. Allerdings finden sich bis auf das abschließende “Abandon Me“ leider auch keine solchen Granaten wie zu Anfang mehr, was ein wenig die anfängliche Energie vermissen lässt.

“Pictures & Delusions“ ist ein Album für jeden Fan von modernem Melodic Death Metal mit Thrash-Anleihen. Hier gibt es zwar keine Überraschungen, aber dafür ansprechende, gut produzierte und griffige Songs, die mit trotz kleinerer Abstriche in der Eigenständigkeit und Abwechslung zu überzeugen wissen. Wer auf Bands wie SOILWORK oder auch neuere IN FLAMES steht, sollte den Österreichern ruhig mal ein Ohr leihen.

28.11.2012

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