Dimholt - Liberation Funeral

Review

Sofia, Hauptstadt Bulgariens, und vermutlich die Metal-Metropole des Balkans. Unzählige Bands, Konzerte beinahe aller namhaften Gruppen und eine riesige, miteinander äußerst verbundene Szene. Somit die bestmögliche Heimat für DIMHOLT, eine Black-Metal-Band aus genau dieser Stadt, welche mit “Liberation Funeral“ im März des Jahres 2014 ihr erstes Studioalbum auf den Markt geworfen hat.

Musikalisch verschreiben sich DIMHOLT mit “Liberation Funeral“ ohne Zweifel dem Old School Black Metal, im Gegensatz zu zahlreichen anderen Kapellen frischt die Band diesen jedoch mit zusätzlichen Elementen aus dem Death Metal und teils progressiven Arrangements gehörig auf. Von ein paar kleineren Unsauberkeiten abgesehen überzeugt auch die Produktion von der ersten bis zur letzten Minute. Ein weiteres Zeichen für den Ideenreichtum der Musiker sind verschiedenste Tempowechsel, welche sich vom langsamen Gestampfe bis hin zum nackenbrechenden Geknüppel erstrecken und die Musik DIMHOLTs somit vom “Black-Metal-Einheitsbrei“ anderer Bands abgrenzen. Gesanglich orientiert sich Asen Hristov mit seinen extrem kräftigen Death Growls ohne Zweifel eher am Death Metal, das typische Gekreische gerät dabei eher in den Hintergrund.

Durch diesen eigenwilligen Stilmix grenzen sich DIMHOLT ohne Zweifel von der “normalen“ Black-Metal-Szene ab. Handwerklich beweisen die fünf Bulgaren enorme Qualitäten, welche sich auch im Songwriting niederschlagen. Am Ende steht mit “Liberation Funeral“ ein abwechslungsreiches und extrem ausgeklügeltes Black-Metal-Album auf der Liste, welches sich der Genrefan definitiv näher zu Gemüte führen sollte.

05.06.2014

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