Epica - Requiem For The Indifferent

Review

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Die Niederländer EPICA haben sich längst in der Weltspitze des Female Fronted Metal festgesetzt.Natürlich möchte sich die Band weiter auf diesem Niveau bewegen und hat deshalb frisches Material in Form ihres neuen Albums “Requiem For The Indifferent“ auf den Markt geworfen.

Von diesem gibt es musikalisch gar nicht einmal so viel Neues zu berichten. Wer EPICA bisher mochte, kann auch diesen Silberling blind kaufen ohne enttäuscht zu werden. Längst hat das Sextett seinen ganz eigenen Sound gefunden, der sich mit Genre-Kollegen wie NIGHTWISH, WITHIN TEMPTATION oder AFTER FOREVER ohne weiteres messen kann. Dieser besteht genau so sehr aus treibenden Momenten wie aus fast schon kitschiger Emotionalität. Auch immer dabei sind natürlich bombastische Chöre, orchestrale Parts und natürlich auch das Beauty And The Beast-Konzept, dem klaren weiblichen Gesang von Simone Simons gegenüber dem aggressiven, männlichen Kontrapunkt von Mark Jansen. Eigentlich ist dieser Sound also bekannt.

Die Stärke der neuen Scheibe liegt aber im Songwriting. In diesem Zusammenhang fällt zunächst einmal auf, dass die Musiker mehr Wert auf das Balancing zwischen den Stimmen gelegt haben. Nachdem einigen Die Hard-Fans vor allem auf “The Divine Conspiracy“ deutlich zu viele Growls waren, hält Mark sich neuerdings angenehm zurück und setzt nur hin und wieder einen Akzent, der dafür deutlich zur Vielschichtigkeit des Materials beiträgt. Und genau diese Vielschichtikeit ist es, die EPICA so außergewöhnlich macht. Wer sich auf ihr Album – und speziell auf “Requiem For The Indifferent“ – einlässt wird auch nach dem x-ten Durchlauf noch neue und spannende Elemente wie orientalische Melodien, zarte Streichereinlagen oder sogar Death Metal-Screams der Marke Dani Filth (CRADLE OF FILTH) entdecken. Da ist es nur gut, dass die einzelnen Songs eher lang geraten sind und dem Ideenreichtum der Musiker auf diese Art und Weise genug Raum lassen.

Dass diese zudem zur absoluten Weltspitze gehören, dürfte außer Frage stehen. Vor allem die beiden Gitarristen Mark Jansen und Isaac Delahaye tun sich mit ihren großartigen Fähigkeiten hervor. Soli die gleichzeitig so technisch anspruchsvoll sind und trotzdem mit so viel Gefühl vorgetragen werden und so viel Emotionen transportieren, hört man selten. Mittlerweile kann man die beiden getrost in einen Topf mit Gitarrenhelden wie AXEL RUDI PELL, YNGWIE J. MALMSTEEN oder MICHAEL SCHENKER stecken, ohne zu übertreiben.

Und so haben es EPICA tatsächlich geschafft mit “Requiem For The Indifferent“ ihr qualitatives Level nicht nur zu halten, sondern noch einmal nach oben zu schrauben. Natürlich erschließen sich die Songs nicht immer im ersten Durchlauf, aber wer ein wenig Zeit investiert wird schnell feststellen, dass er hier ein Album vor sich hat, dass das Potential hat zum Szene-Klassiker zu werden.

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25.02.2012

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1 Kommentar zu Epica - Requiem For The Indifferent

  1. katharzis. sagt:

    Keine Frage, das Album ist spitze, allerdings hätte man ruhig auch mal ein Wörtchen über die Produktion aus dem Hause Sascha Paeth verlieren können. Die ist nämlich richtig beschissen. Die Gitarren klingen verdammt drucklos, das Schlagzeug zu dünn und der Gesamtsound ist einfach sehr leise abgemischt. Es gibt Leute, die ein solcher Sound gerade in diesem Genre einfach massiv stört, und da bin ich mit Sicherheit nicht die einzige Person, die das so sehen wird.