Firewind - Few Against Many

Review

Galerie mit 18 Bildern: Firewind - 70000 Tons Of Metal 2016

Ein weiteres Mal sind die Griechen ihrem Rhythmus in Sachen Veröffentlichungen treu geblieben und haben nicht ganz zwei Jahre nach Erscheinen ihres letzten Werks “Days Of Defiance” ein neues Album am Start: “Few Against Many” nennt sich die Veröffentlichung, bei der das Einhalten des Terminplans ganz besonders zu loben ist. Schließlich malträtiert Gus G., Kopf der Band, seit 2009 seine Gitarre auch bei OZZY OSBOURNE, womit er reichlich zu tun haben dürfte.

Diese Tätigkeit allerdings, schlug sie sich bei “Days Of Defiance” noch nicht im Songwriting FIREWINDs nieder, hat die zehn Kompositionen auf “Few Against Many” doch deutlich beeinflusst. Fühlten sich die Griechen bisher noch klar im melodischen Power Metal verwurzelt, so fahren sie nun eine deutlich rockigere Schiene. Das Riffing ist zwar nachwievor überaus melodisch und zugleich straight und kraftvoll, spiegelt die Bemühungen Gus G.s, bei OZZY in Zakk Wyldes große Fußstapfen zu treten, jedoch merklich wieder, wirkt grooviger und rhythmusorientierter, jaulende Soli standen bei FIREWIND in dieser Form so vormals nicht auf dem Programm. In Anlehnung an diese neue Marschrichtung wurden auch die Keyboards merklich zurückgefahren und der Gesang von Fronter Apollo Papathanasio angepasst: Statt überwiegend klaren, hier und da charmant angerauten Vocals gibt es jetzt wesentlich häufiger rotzige Töne zu hören, die dem Griechen zwar gelingen, ihm aber weniger gut zu Gesicht stehen als der klare Gesang.

Dennoch haben FIREWIND ihre Wurzeln natürlich nicht vergessen und Titel wie “Glorious”, “Edge Of A Dream”, das in Zusammenarbeit mit APOKALYPTICA entstand, oder “Destiny” könnten auch ebenso gut von einem der vorherigen Alben stammen. Problematisch ist nur, dass diese Titel eindeutig die besten auf “Few Against Many” sind, denn sie reißen mit, sie packen, gehen ins Ohr. Die rockigeren FIREWIND sind keinesfalls schlecht, vermögen das jedoch deutlich seltener, hinterlassen weniger Spuren in den Gehörgängen (mit Ausnahme vom wirklich coolen Opener “Wall Of Sound”).

Fans der Band können aber trotzdem beruhigt sein, denn auch wenn “Few Against Many” für FIREWIND-Verhältnisse kein Meisterwerk ist und sich manch einer wohl mehr oder zumindest etwas anderes erhofft hat, so ist es noch immer ein sehr gutes Album, in das Power Metal-Fans auf jeden Fall reinhören sollten!

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19.05.2012

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