Gardens Of Gehenna - Mortem Saluta

Review

Gardens of Gehenna sind ein junge Band aus deutschen Landen, die sich dem Musikstil Dark Death’n’Doom verschrieben haben. (Jedenfalls umschreiben sie selbst ihre Mucke so.) Die Bezeichnung trifft den Nagel eigentlich voll auf den Kopf. Die Riffs sind schwer und schleppend, den Gesang möchte ich mal als konservativ grunzend definieren. Konservativ deshalb, weil ziemlich monoton in den tieferen Oktaven geröhrt wird. Wenn man schon vom Text nichts verstehen soll, hätte man die Vocals doch etwas interessanter/abwechslungsreicher gestalten können. Hier wären wir aber auch schon bei dem grundsätzlichen Manko vom Mortem Saluta. Die Ansätze sind immer recht nett, werden aber nicht ausgearbeitet. Die Songs klingen alle sehr ähnlich und gehen nur schwer ins Ohr. Dafür, daß hier eine Keyboarderin engagiert ist, passiert auch auf der Tastenebene sehr wenig. Die meisten Melodien werden von den Gitarren getragen. Vom Keyboard kommen meist bloß verhaltene Flächen. Diese Oberflächlichkeit setzt sich auch im Sound und Artwork der CD fort. Schließlich schmückt man sich mit Bruno Kramm (Das Ich/Atrocity) als Produzenten. Der hat hier aber keine besonders tolle Arbeit geleistet. Der Sound ist zwar klar, aber recht drucklos. Das Booklet wirkt optisch recht stümperhaft, wenn man bedenkt, was man heutzutage zu Hause am PC schon alles leisten kann. Insgesamt drängt sich mir der Eindruck auf, daß hier mal wieder eine talentierte Band im Hau-Ruck-Prinzip verbraten wurde. Da fällt auch der Remix des Openers Nebelmond, der verdeutscht wurde, nicht aus dem Rahmen. Gerade weil Herr Kramm an den Reglern gesessen hat, hätte man hier doch einiges mehr erwarten dürfen. Hoffentlich lernen Gardens of Gehenna aus ihrem Erstling(?) und machen es das nächste Mal besser.

13.12.1998

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