Goat Of Mendes - Hagzussa - Riding The Fence

Review

Seit nunmehr 23 Jahren treiben GOAT OF MENDES ihr Unwesen in der heimischen Szene. Dabei können die Nordrhein-Westfalen auf zwei Demos und fünf Alben zurück blicken. Album Nummer sechs hört nun auf den Namen “Hagzussa – Riding The Fence” und erscheint heuer via Witches Brew Records. Freunde des heidnischen Wiccan Metal der Band dürften dabei wieder einmal auf ihre Kosten kommen.

Gut Ding will Weile haben

Ganze sechs Jahre haben sich GOAT OF MENDES Zeit gelassen, um einen Nachfolger zu “Consort Of The Dying God” auszuarbeiten. Ein nicht unwichtiger Aspekt dürfte in diesem Zusammenhang die Tatsache sein, dass mit Daniel Müller und Sascha Sievers neue Leute an Drums zu Bass zu hören sind. Oder auch nicht. Dazu später mehr. Für Fans am wichtigsten ist, dass GOAT OF MENDES ihrem Stil weiterhin treu bleiben. Das heißt, es gibt wieder eine eigenständige Mischung aus Heavy Metal, Doom- und Black-Metal-Versatzstücken zu hören. Dazu die gewohnte Portion Folk und fertig ist das Potpourri auf “Hagzussa – Riding The Fence”, das vor allem durch seine gelungene Gitarrenarbeit überzeugen kann. Die beiden Saitenhexer ziehen hier ein paar echt schöne Melodien (“Samhain (A Visit From Beyond The Veil)”) und knackige Riffs aus dem Hut, die den Hörer ohne Umschweife für sich einnehmen. Generell ist das Songwriting durchdachter als noch auf dem Vorgänger, der etwas zu verkopft daher kam. Nicht, dass GOAT OF MENDES sich nun simplen Drei-Akkorde-Punk hingeben würden. Ganz und gar nicht. Die aktuellen Kompositionen kommen einfach besser und schneller auf den Punkt – u.a. beim Titeltrack gut nachzuhören. Auf der anderen Seite wurde auf weiblichen Gesang verzichtet, was den Bandsound zwar um eine Nuance ärmer macht. Andererseits war die Wahl der Sängerinnen in der Vergangenheit nicht immer glücklich (Stichwort: schiefer Gesang). Eigentlich fällt das Fehlen von weiblichem Gesang auch nicht weiter ins Gewicht, denn Heiner Frank setzt seine Stimme sehr variabel ein und schafft es mit seiner Stimme gekonnt durch die Stücke zu führen.

Starkes Album, trotz Abzüge in der B-Note

Hinzu kommt, dass GOAT OF MENDES eine gelungene Mischung aus teilweise traumhaften Melodien und einem gesunden aggressiven Grundton auf “Hagzussa – Riding The Fence” darbieten. Gepaart mit Abwechslungsreichtum entsteht hier ein echt gutes Album, das sich Fans der Band, aber auch Freunde von folkigem Metal in Ruhe anhören sollten. Da kann man auch die Abzüge in der B-Note ganz gut verschmerzen (der Bass ist kaum zu hören). Unter dem Strich bleibt “Hagzussa – Riding The Fence” ein sehr gelungenes Album, das viele unterschiedliche Komponenten griffig vereint und zu starken Songs werden lässt.

07.11.2017

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