God Dethroned - The Grand Grimoire

Review

Galerie mit 8 Bildern: God Dethroned - Dark Easter Metal Meeting 2016

Kennt eigentlich noch einer Ministry Of Terror? Wenn ja, so sei ihm/ihr gesagt, das nun Mainman Henri Sattler Ministry Of Terror auf Eis gelegt hat, um mit seiner alten Liebe God Dethroned weiter zu machen. Die hat nämlich im Jahre 91 nach der letzten Jahrhundertwende schon mal existiert und sogar das Album The Christhunt veröffentlicht. Wer das jetzt nicht weiß, den kann ich trösten: Auch mir ist dieses Album bis heute nicht zu Ohren gekommen. Aber das ist Vergangenheit, The Grand Grimoire ist die Gegenwart. Und die sieht gar nicht mal schlecht aus. Das Label will diese Platte als Melange aus Thrash, Death und Black sehen. Und in der Tat tauchen von allen drei Genres verschiedene Teile auf. Den Grundstock liefert basslastiger Death Metal, mit viel Aggression und Brutalität vorgetragen. Dem Black sind die aggressiven Vocals entliehen, und einige der Riffs sind wohl Anleihen aus den Achzigern, also kommend vom Thrash. Auch hat die Band sich einiges von den Schweden abgeschaut, so tauchen oefter melodische Riffs der Marke Dark Tranquillity auf. Die Drumarbeit und die Geschwindigkeit sind höchst variabel gehalten, von Knüppel-aus-dem-Sack über Midtempo Stampfer bis hin zu langsamen Passagen verbindet sich alles zu einem aus den Boxen strömenden Fluß. Hatte ich am Anfang so meine Probleme mit diesem Gebräu, so wurde ich mit steigender Rotationsfrequenz in meinem CD-Player immer wärmer damit. Und tatsächlich kristalisiert sich mit der Zeit “Under a Silver Moon” als kleines Juwel heraus: Ein schneller Anfang, melodische Riffs in Abwechslung mit brutalem Gebolze, dann wieder Midtempo, ein atmosphärisches Mittelteil und Keyboard. Die Keyboard Einsprengsel sind recht selten, unterstreichen dann aber das ganze und geben so eine nicht zu aufdringliche Note. Der Rest der CD fällt zwar gegen diesen Song ab, kann aber auch weiterhin überzeugen. Sicherlich kein Highlight, aber eine angenehme Platte, die einen so richtig Hunger auf den Winter macht. Zum Schluß hat man dann noch eine brachial Cover der Sixties Nummer “Fire” zu bieten, die gnadenlos runtergeprügelt wird und die Die Krupps Coverversion als seichten Dancefloor outet. Cover, Layout (nette Idee: die Köpfe der Bandmitlgieder in Porträts einzufassen) und Texte, mit einer eindeutigen Anti-Christlichen Message (Gähn) stimmen und runden den postiven Eindruck ab. Könnte vielleicht größer als Ministry Of Terror werden.

18.10.1997

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