Grave Digger - Clash Of The Gods

Review

Galerie mit 12 Bildern: Grave Digger - Rock am Härtsfeldsee 2013

Spricht man über Urgesteine des deutschen Heavy Metal, so fällt neben Namen wie ACCEPT, HELLOWEEN und RAGE selbstverständlich auch dieser: GRAVE DIGGER. 32 Jahre seines Lebens hat Fronter und Kopf der Band Chris Boltendahl seiner Band nun schon gewidmet und natürlich ist auch kein Ende in Sicht. Wobei sich das der ein oder andere, nach einigen schwächeren Veröffentlichungen in den letzten Jahren, die vermuten ließen, GRAVE DIGGER seien nach so vielen Jahren nun doch in eine kreative Sackgasse geraten, vielleicht gewünscht hätte…

Doch auf ihrem neuen Werk “Clash Of The Gods” weht ein ganz anderer, frischerer Wind, der hoffen lässt, dass GRAVE DIGGER noch einmal die Kurve bekommen haben. Sieht man von dem, auf dem schmalen Grat zwischen kitschiger Epik und Peinlichkeit torkelndem Intro “Charon”, bei dem IN EXTREMO-Sänger Michael Rhein hinterm Mikro steht, einmal ab, so wird “Clash Of The Gods” mit “God Of Terror” sogleich von einem knackig rockendem Titel eröffnet, der deutlich mehr Pfeffer unterm Allerwertesten hat als so manches komplettes GRAVE-DIGGER-Album. Und unter Titeln wie “Hell Dogs” und “Walls Of Sorrow” befindet sich der Song in guter Gesellschaft, doch natürlich vernachlässigen die Musiker auch ihre episch getragene Seite nicht, was z.B. der ein oder andere eingängig getragene Refrain beweist (“Walls Of Sorrow”, “Warriors Revenge”, “Home At Last”). Und sogar die ein oder andere Neuerung hält Einzug im Sound der Band, so findet sich z.B. in “God Of Terror” ein waschechtes 70s Rock-Keyboard-Solo.

Das Rad wird natürlich alles in allem dennoch nicht neu erfunden und so trifft auch diesmal größtenteils typisches Teutonenstahl-Riffing auf Boltendahls charakterstarken Gesang, der nachwievor nicht jedermanns Sache sein dürfte. Deshalb hat man auch hin und wieder das Gefühl, das ein oder andere Riff schon mal gehört zu haben, doch das ist nach 32 Jahren wohl beinahe unvermeidbar. Doch zumindest die Lyrics lassen diesmal wirklich staunen, denn von seiner Lieblingsthematik, den schottischen Highlands und ihrer Geschichte, hat sich Boltendahl diesmal tatsächlich abgewandt. Stattdessen erzählt “Clash Of The Gods” von griechischer Mythologie, ihren Göttern und Kreaturen.

“Clash Of The Gods” ist kein Meisterwerk und auch kein Pflichtkauf, doch zumindest ein wirklich starkes Album, das nur wenige Titel enthält, die qualitativ abfallen (z.B. das eher öde “Medusa”) und Hoffnungen schürt, dass GRAVE DIGGER wieder zu alter Größe zurück finden könnten. Wer die Band also in den letzten Jahren aufgegeben hat, sollte ihnen nun auf jeden Fall noch eine Chance geben!

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07.09.2012

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