Iced Earth - Same

Review

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Das Debüt der US-Metaller Iced Earth ist ein eigenständiges Werk erster Güte. Im Rückblick muß man sagen, daß hier bereits entscheidende Stilmerkmale aufzuzeigen sind, welche auch in späteren, weit populäreren Jahren die Trademarks der Combo sein sollten und sie an die absolute Spitze der Metal-Acts der Neunziger katapultieren sollte. Doch war von dem Ruhm vorerst nichts zu spüren, und es war für die rebellischen True-Metaller ein hartes Leben, schwammen sie doch voller Energie und Überzeuge gegen den allmächtigen Strom des Crossover an, welcher sich zu jener Zeit gerade in Amerika ausbreitete wie eine Epidemie. Zwei absolute Klassiker sind auf dem Scheichen verewigt, nämlich “Iced Earth”, eine Granate erster Kanüle, sowie der epische Hammersong “When the Night falls”. Der Pathos, mit welchem die Band auch später immer wieder zu Werke gehen sollte, ist schlichtweg überwältigend und deutet sich während der gesamten Spielzeit des Albums an, besonders ausgeprägt jedoch im ersten und letzten Song, eben jene genannten Klassiker. Sie umrahmen ein Kunstwerk bestehend aus insgesamt acht Liedern, welche keinesfalls Füllstoff sind, lediglich in Kenntnis der Meisterwerke welche auf späteren Alben noch folgen sollten erscheinen Songs wie “Curse the Sky”, “Solitude” und “Funeral” nicht in dem ihnen eigentlich zustehenden Licht, diese Band hat sich zu oft selbst übertroffen. Kennzeichen der Band waren schon damals die kernigen, irgendwie kühl und eisig (der Name ist Programm!) anmutenden, reitenden Gitarrenstrukturen, welche bis heute das Markenzeichen der Band geblieben sind. Auch die Covergestaltung ist seit jeher typisch für die Band, denn auf jedem ihrer Scheiben waren bisher immer äußerst phantasievolle und prächtig gestaltete, comicartige Fantasybilder zu bewundern, welche genauso in der Qualität steigen sollten wie die Musik auf ihren Alben. Darüber hinaus muß den erst kürzlich eingestiegen Fans der Band gesagt werden, daß zu jener Zeit noch ein anderer Sänger bei Iced Earth tätig war, nämlich Gene Adam, dessen Organ (sehr ansprechend, zugegeben) niemals an die Größe seines rotschöpfigen Nachfolgers Matthew Barlow heranreichen würde. Geblieben ist jedoch bis heute Jon Schaffer, Mastermind, Gitarrist und Hintergrundvocalist der Band. Fazit: Die Songs versprühen eine Eingänigkeit und Eigenständigkeit die niemand abstreiten kann, gerade wenn man bedenkt, daß es 1991 nicht gerade gut um den True-Metal in den USA bestellt war.

28.09.1999

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2 Kommentare zu Iced Earth - Same

  1. hoelk sagt:

    was gibt es dazu noch zu sagen? geniales debüt der vieleicht besten metal band die es je gab

    10/10
  2. TheShadowOfDeath sagt:

    Die CD schlägt dir eins in die Fresse, bis dir Hören und Sehen vergehen! Geniales Debut einer großartigen Band, die es geschafft hat, mich in ihren Bann zu ziehen!

    10/10