Iced Earth - Something Wicked This Way Comes

Review

Galerie mit 12 Bildern: Iced Earth auf dem Ruhrpott Metal Meeting 2016

Man kann es drehen und wenden wie man will. Mit “The Dark Saga” haben die Florida-Metaller ICED EARTH 1996 einen Metal-Klassiker veröffentlicht. Von der Produktion über das bis ins letzte Detail ausgefeilte Songwriting, bis hin zum göttlichen Todd McFarlane Artwork und dem Albumprotagonisten ‘Spawn’ – alles perfekt. Ich war damals nicht wirklich überzeugt, dass die Band um Jon Schaffer es schaffen würde, dem Album einen adäquaten Nachfolger an die Seite zu stellen und bei Veröffentlichung von “Something Wicked This Way Comes” sah ich mich zunächst auch bestätigt.

Zu viele Lückenfüller hatte ich auf dem 1998er Werk der Band ausgemacht (u.a. “Disciples Of The Lie”, “Burning Times”, “My Own Savior”). Viele dieser Stücke haben mich auch sechzehn Jahre nach Veröffentlichung noch immer nicht überzeugt, andere hingegen sind gewachsen, wie “Burning Times” oder das Instrumental “1776” etwa. Stücken wie “Reaping Stone” fehlt es aber nach wie vor an Tiefe und Nachhaltigkeit. Das mag damit zusammen hängen, dass Schaffer zu sehr auf Nummer sicher gehen wollte und versucht hat, die Vibes von “The Dark Saga” zu übernehmen (was prinzipiell nicht verwerflich ist, hier aber nicht optimal funktioniert). Auf der Habenseite – und das erklärt auch die relativ hohe Wertung – stehen mit dem “Something Wicked”-Trippel (“Prophecy”, “Birth Of The Wicked” & “The Coming Curse”), den von Matt Barlow unglaublich einfühlsam gesungenen “Watching Over Me” und “Blessed Are You”, der kurzen Eruption “Stand Alone” und der Hymne “Melancholy (Holy Martyr)” aber Songs, die Schaffer für die Ewigkeit geschrieben hat. Hier sitzt das typische ICED EARTH-Riffing perfekt, die Arrangements gehören mit zu den besten, die ICED EARTH jemals veröffentlicht haben und auch die Performance von Sänger Matt Barlow ist über jeden Zweifel erhaben. Wenn sich die Band auf “Something Wicked This Way Comes” ein bis drei Nummern gespart hätte, würden zehn Punkte unter dem Strich stehen.

Warum dies nicht der Fall ist, wird oben erläutert. Verglichen mit “The Dark Saga” fällt “Something Wicked This Way Comes” etwas ab. Dennoch gehört das 1998er Werk von ICED EARTH ins obere Drittel der eigenen Diskographie. Die ersten drei Plätze werden allerdings wohl für immer von “Iced Earth”, “Night Of The Stormrider” und eben “The Dark Saga” besetzt bleiben. Trotzdem gehört “Something Wicked This Way Comes” in jede halbwegs gut sortierte Sammlung.

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23.01.2014

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