Iron Maiden - Flight 666 (The Original Soundtrack)

Review

Neue Veröffentlichungen der britischen Metal-Legenden von IRON MAIDEN sind ja immer eine etwas kontroverse Sache. Während viele Fans das aktuelle Studioalbum “A Matter Of Life And Death” als genial betrachten, wurde die Scheibe von vielen Kritikern in punkto Qualität auch verrissen. Zu einfallslos und zu vorhersehbar lauteten die Vorwürfe gegen die Band, die seit nunmehr 30 Jahren weltweit die Bühnen unsicher machen. Gleich verhält es sich auch mit dem etwas zwielichtigen Verfahren bezüglich Live- und DVD-Releases. IRON MAIDEN sind eine absolut grandiose Live-Band, doch in den letzten Jahren hat sich dann doch die ein oder andere überflüssige Compilation eingeschlichen. Ob die Gruppe selbst (das bezweifle ich zwar), das Management oder das Label dahinter steckt, können wir als professionelle Laien nicht wirklich bestimmen. Auf alle Fälle muss man einfach ohne Umschweife zugeben, dass IRON MAIDEN zumindest keine Stangenware veröffentlichen und sich für jeden neuen Output etwas Neues einfallen lassen. Wem das nicht gefällt, der muss ja auch nicht zugreifen! So weit sind wir in unserer Heimat Gott sei Dank (noch) nicht…

Doch kommen wir zur Musik. IRON MAIDEN sind ja bekannt für ihre grandiosen Auftritte und das hat sich auch nach drei Jahrzehnten nicht geändert. Fronter Bruce Dickinson thront mit seiner grandiosen Stimme noch immer über den genialen Kompositionen und auch die instrumentale Fraktion rund um Bassist und Bandkopf Steve Harris spielt das gebotene Programm fehlerfrei herunter. Bei Veröffentlichung der Scheibe wurde von vielen sofort kritisiert, dass IRON MAIDEN immer wieder dieselbe Tracklist auf Konserve brennen. Auch wenn das Best Of-Programm immer wieder seinen Platz findet, kann man das bei dieser Zusammenstellung so nicht stehen lassen. Immerhin war die “Somewhere Back In Time”-Tour genau auf das Songmaterial der ersten, legendären Alben der Band ausgelegt. Kein Wunder also, dass sich Kracher wie “The Number Of The Beast”, “The Trooper” oder “Hallowed Be Thy Name” natürlich die Klinke in die Hand geben. Für Überraschungen und aufgehellte Mienen sorgen aber das absolut unterschätzte “Rime Of The Ancient Mariner”, das geniale “The Clairvoyant” und vor allem der Eingangs-Stampfer der zweiten Scheibe – “Powerslave”.

An der Songauswahl gibt es also schon einmal mit Sicherheit nichts zu kritisieren. Auch die gut aufgelegte Band und vor allem die frenetisch abfeiernden Fans zeigen, dass der Heavy Metal-Mythos in Form von IRON MAIDEN auch noch im modernen Zeitalter 2009 noch funktioniert. Die angestaubten Melodien können noch immer mitreißen und selbst als Hörer der Konserve kann man sich in etwa vorstellen, wie die Stimmung an den verschiedenen Locations war, an denen die Songs mitgeschnitten wurden. Jeder einzelne Titel wurde in einer anderen Stadt aufgenommen. Von Mumbai über Tokyo bis hin nach Buenos Aires. Ein Multi-Kulti-Metalfest sozusagen. Wie gesagt – das Set passt, die Band ist top und die Produktion druckvoll und authentisch. Der Sinn der reinen CD-Ausgabe schwebt mir nach “Rock In Rio” und “Dance Of Death” nicht wirklich vor, doch trotz allem passt dieser Soundtrack hervorragend zur gleichnamigen DVD-Ausgabe, die man unbedingt konsumieren sollte. Das Metal-Flagschiff IRON MAIDEN schippert also weiterhin auf der Erfolgwelle dahin!

12.06.2009

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Iron Maiden auf Tour

2 Kommentare zu Iron Maiden - Flight 666 (The Original Soundtrack)

  1. Anonymous sagt:

    Also ich mag ja auch keine Klugscheißer, aber \"Powerslave\" ist nicht das zweite Maiden-Album! Es ist vielmehr das fünfte Studioalbum bzw. das dritte mit Dickinson.

  2. Anonymous sagt:

    Hoppla, jetzt dürft ihr den Klugscheißer doch steinigen 😉 Hab grad bemerkt, dass "Powerslave" hier die zweite CD eröffnet, von daher geht das wohl durchaus klar!

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