Kärbholz - Rastlos

Review

Galerie mit 12 Bildern: Kärbholz auf dem Summer Breeze Open Air 2016

KÄRBHOLZ sind nach knapp zwei Jahren mit einem neuen Studioalbum zurück, und das dürfte von vielen schon sehnsüchtig erwartet werden, gehört man doch seit einigen Jahren zur unbestrittenen Speerspitze des Deutschrocks, und darf in einem Atemzug mit Bands wie FREI.WILD oder BETONTOD genannt werden.Seit ihrer Gründung 2003 im schönen Ruppichteroth gab es immerhin schon fünf Studioalben und die hochgelobte “Deutschrockmonster-Tour” mit den “F.E.K.9”, und man darf inziwschen auf ein halbes Dutzend Fanclubs und ausverkaufte Konzerte stolz sein.

Mit “Rastlos” schlägt man nun den selben Weg ein, der sich bereits auf dem Vorgänger “100%” abzeichnete, und heraus kommt eine bunte Mischung aus harten Rocksounds, etwas Punk und ganz viel Rock´n´Roll. “Ich Hör´Mir Beim Atmen Zu” fängt noch vergleichsweise ruhig an, nur um kurz darauf mit dem ersten rotzigen Riff und treibenden Drums ins Album zu starten. Deutschrock der Marke “alte Schule” gibt es dann auch bei “Was Wirklich Zählt”, bevor dann bei “Dieses Lied” die Punkeinflüsse heftig durchschimmern. Überhaupt gibt man sich auf “Rastlos” fast noch etwas aufgeschlossener als früher, “Tag An Tag” kann als astreine Ska-Nummer durchgehen, “Fallen und Fliegen” hingegen bietet coolen Cowboy-Scharm, und auch zwei Balladen sind mit “Mein Eigenes Bild” und “Das Feuer In Mir” vertreten. Deutschrock-Puristen kommen hier aber natürlich trotzdem nicht zu kurz, denn abseits aller kleineren Experimente wird hier natürlich immer noch genug geballert und gegröhlt, der selbsernannte “Vollgas Rock´n´Roll” wird hier zur Genüge zelebriert, und Ohrwurmrefrains gibt es ohnehin genug. Da stört es dann auch wenig, dass bei “Pure Love” mal eben ein Johnny Cash-Riff dreist kopiert wird, oder dass der sanfte Rausschmeißer “Das Feuer In Mir” fast schon zu schmalzig daher kommt.

Für alle Fans von Rockmusik mit deutschen Texten ist “Rastlos” also fast schon Pflichtkauf, und auch wer immernoch den Onkelz hinterher trauert, darf hier gerne mal reinhören. Die Musik geht sauber ab und die Texte sind genauso abwechslungsreich wie die Songs an sich. Damit dürfte ein Platz an der Spitze für KÄRBHOLZ sicher sein, und auch die vorab ausverkauften CD-Boxen sprechen für sich. Jetzt darf man sich auf jeden Fall schon auf einen Haufen Konzerte und Festivals freuen, Mitsingen inklusive!

28.01.2013

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