Manilla Road - Playground Of The Damned

Review

Lange, viel zu lange hat es gedauert, bis sich die Götter erbarmt haben und ihren unwürdigen Untertanen ein neues Album kredenzen. Ganze drei Jahre musste die Fangemeinde auf ein neues Lebenszeichen der Epic-Metal-Götter MANILLA ROAD warten. Doch nun dürfen all jene, die dem epischen Metal zugetan sind, aufatmen. Mark ‚The Shark‘ Shelton und seine Mitstreiter veröffentlichen mit “Playground Of The Damned” ein Album, das durchaus Klassikerpotential hat.

Zwar der Vorgänger “Voyager” beileibe kein schlechtes Album und in Sachen Epic Metal kann MANILLA ROAD auch niemand etwas vormachen, doch so richtig zwingend war das 2008er Album der Amerikaner nicht. “Playground Of The Damned” hingegen kann wieder mit allen Merkmalen punkten, die MANILLA ROAD zu Epic-Metal-Vorreitern und ihre Alben zu Kultwerken machten. Nummern wie “Abattoir De La Mort”, “Brethren Of The Hammer” oder der Opener “Jackhammer” leben von den unverwechselbaren Riffs von Mark ‘The Shark’ und seinen charismatischen Vocals, die er sich auf dem neuen Album allerdings wieder mit Bryan ‘Hellroadie’ Patrick teilt. Auch die typischen, teilweise abenteuerlichen Breaks sind ein Trademark der Band und bereichern die Nummern ein ums andere Mal. Die Kompositionen sind heuer wieder ausgeglichener. Will sagen, die teilweise sperrigen Doom-Parts halten sich die Waage mit eingängigen Refrains und eher straighten Metal-Riffs, sowie atmosphärischen Gitarrenmelodien.

Mit “Fire Of Ashurbanipal” ist sogar eine Nummer dabei, die Qualitativ an die Göttergabe “Dreams OF Eschaton” heranreicht. Hier zeigen MANILLA ROAD erneut wie man epische Hymnen kreiert ohne dabei vor Pathos triefen zu müssen. Ein atmosphärischer, akustischer von Gesang begleiteter Beginn, der sich zu einem wahren Riffmonster entwickelt und den Hörer nicht los lässt. Auch der Titelsong kann neben seinen Riffs mit einem Refrain punkten, der schon beinahe den Charakter eines Pop-Songs inne hat. Hier überraschen die Amerikaner und doch passt dieses Fragment perfekt in das Gesamtbild von “Playground Of The Damned”. Man könnte jetzt an dieser Stelle wirklich zu jedem Song eine Lobeshymne schreiben. Es gibt wirklich keinen Ausfall auf der Platte und MANILLA ROAD haben ihr ohnehin schon hohes Niveau noch ein Stückchen weiter nach oben verlegt und sind stark wie eh und je. Mehr muss man musikalisch nicht zu “Playground Of The Damned” sagen.

Es ist diese einmalige Kauzigkeit, die MANILLA ROAD von allen anderen Epic-Metal-Bands unterscheidet und zu etwas Besonderem macht. Mit dem neuen Album hat die Band sogar ein Werk veröffentlicht, das es tatsächlich schaffen könnte, in einem Atemzug mit Klassikern wie “The Deluge” oder “Open The Gates” genannt zu werden. Epic-Metaller müssen hier zugreifen und Mark ‘The Shark’ Shelton erneut ihren untertänigsten Respekt zollen. Der Mann hat es mehr als verdient. Up The Hammers!

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01.09.2011

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